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Mühlviertler Taucher statteten dem Schlachtschiff „Szent Istvan“ einen denkwürdigen Besuch  ab

Fast auf den Tag genau 100 Jahre nach der Versenkung des k.u.k. Schlachtschiffes SMS Szent Istvan besuchten Mühlviertler Taucher das Wrack. Dort wo normalerweise Tauchverbot herrscht, brachten die Mühlviertler eine Gedenktafel für die verstorbenen Seeleute der königlich-kaiserlichen Marine an. 

Tauchgang zur Szent Istvan

Nur drei Österreicher nahmen an der Expedition teil Bild: privat

100 Jahre nachdem das stolze Kriegsschiff durch zwei Torpedotreffer versenkt worden war, machten sich Jürgen Hanftaler aus Haid, Thomas Pachner aus Rohrbach-Berg und Manfred Hess aus Auberg vom Trimix-Tauchen-Austria Team auf den Weg, das Wrack der SMS Szent Istvan zu betauchen. Dieses liegt acht Seemeilen südwestlich der Insel Premuda auf 66 Meter Tiefe. Normalerweise besteht dort striktes Tauchverbot. „Nach mehreren Anläufen und Versuchen das Wrack zu betauchen, hat es heuer mit der Ausnahmegenehmigung der kroatischen Regierung und den anderen Vorbereitungen endlich geklappt“, freut sich Manfred Hess über das außergewöhnliche Taucherlebnis, waren doch seine beiden Kollegen und er die einzigen Österreicher in der 15-köpfigen Gruppe.


Das österreichische Jagdkommando und Beamte der Cobra waren übrigens erst wenige Tage vor den Mühlviertlern auf der Szent Istvan. Der Name erinnert an den ungarischen Nationalheiligen St. Stefan. Die Szent Istvan gehörte wie die Viribus Unitis, die Prinz Eugen und die Tegetthoff zur Tegettthoff-Klasse der österreichisch-ungarischen Kriegsmarine. 

Beeindruckendes Kriegsschiff

Das Wrack dieses über 160 Meter langen Giganten liegt kieloben auf 66 Metern Tiefe. Dort war es gesunken, nach dem zwei Torpedos von einem italienischen Schnellboot das Schiff zum Scheitern brachten. Der Untergang der Szent Istvan wurde sogar filmisch festgehalten. Beeindruckend ist das Schiff aber auch noch 100 Jahre nach ihrem unrühmlichen Ende: „Nach dem Abstieg kamen wir zu den gewaltigen Schiffsschrauben. An einem der beiden Ruderblätter befestigten wir unsere Gedenktafel an die gefallenen Seeleute. Danach tauchten wir weiter auf der Backbordseite ab bis zum Grund des Schiffes und bestaunten die schweren 30 Zentimeter Geschütze die unheimlich aus dem Schiff ragen“, erzählt Manfred Hess vom ersten Tauchgang.  

Zwar könnte man auch in das innere des Schiffes vordringen, die kroatischen Regierung erlaubte das allerdings nicht. Am nächsten frühen Morgen ging es für die Gruppe nochmals zum Wrack. „Diesmal hatten wir mehr Zeit die mächtigen Kanonen und auch die imposanten Fenster der Kapitäns-Kajüte und die Schiffsschrauben mit den Ruderblättern genauer zu betrachten“, freuen sich die Mühlviertler über einen nicht ganz alltäglichen Tauchgang, zumal von der kroatischen Regierung beabsichtigt sei, für längere Zeiten nun keine Genehmigungen mehr für die Szent Istvan zu erteilen.

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Artikel 11. Juni 2018 - 15:07 Uhr
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