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Lostag für Windpark Schenkenfelden: Gemeinde berät über Flächenwidmung

SCHENKENFELDEN. Die Gemeinderatssitzung am Donnerstag könnte etwas länger dauern. Gleich unter Tagesordnungspunkt eins beraten die Gemeinderäte über die Flächenwidmung zum Windpark Steinberg. Die Plattform Energiezukunft Schenkenfelden, die sich gegen den Standort ausspricht, schlägt schon im Vorfeld via Flugblatt Alarm.

Lostag für Windpark Schenkenfelden Gemeinde berät über Flächenwidmung

Der Gemeinderat entscheidet über die Windpark-Flächenwidmung. Bild: colourbox

„Eine positive Flächenwidmung wäre für uns Dorfbewohner ein klares Eingeständnis, dass die Bürger aus Königschlag für viele Gemeindevertreter nicht zählen! Wir fordern die Verantwortlichen auf, endlich ein Einsehen zu zeigen und dem von Anfang an zum Scheitern verurteilten Projekt eine klare Absage zu erteilen“, lautet die unmissverständliche Forderung. Wie berichtet, berufen sich die Gegner rund um Gemeinderätin Christiane Pirklbauer auf die negative Stellungnahme im Windmasterplan des Landes Oberösterreich. „Immer mehr Leute erkennen mittlerweile, dass sie mit ihren Zwangs-Ökostromzuschlägen nicht die Energiewende finanzieren, sondern einzig und allein die Gewinne einer mächtigen Lobby sichern“, heißt es in dem Schreiben an die Schenkenfeldner Bürger, die aufgerufen sind, die öffentliche Gemeinderatssitzung zu besuchen.

Klares Nein und schwaches Ja

Wie berichtet, befindet sich der Standort, an dem die Windkraftanlagen in Schenkenfelden errichtet werden sollen, in einer vom Windmasterplan ausgeschlossenen Zone. Die Gegner berufen sich auf ein Versprechen des Bürgermeisters Karl Winkler, wonach in Masterplan-Ausschlusszonen keine weiteren Windpark-Pläne verfolgt werden sollen. Als der umstrittene Masterplan veröffentlicht wurde und das Gebiet in Schenkenfelden tatsächlich in eine rote Zone fiel, ließ man die Bürger befragen. Die Gemeinde Schenkenfelden stellte ihren Bürgern zwei Fragen: „Soll der Gemeinderat von Schenkenfelden Anträge auf Windkraftanlagen in Ausschlusszonen (Panholz und Steinberg) befürworten?“ und „Soll der Gemeinderat von Schenkenfelden Anträge auf Windkraftanlagen in Vorrangzonen (zwischen Saubergrund Lichtenstein) befürworten?“. Die Zonen beziehen sich eben auf den Windkraft-Masterplan des Landes Oberösterreich. Die erste Frage (Ausschlusszonen) beantworteten 61 Prozent mit Ja, die zweite Frage (Vorrangzonen) nur 59 Prozent mit Ja. Seither schwelt in der Gemeinde der Konflikt um die Planungen dahin.

Vier Windräder geplant

Die Debatte rund um den neuen Windpark in Schenkenfelden begann schon vor etwa zwei Jahren. Die deutsche Ökostrom-Firma „Energieverbund Schaumburg“ trat im Mai 2011 mit den Grundeigentümern ins Gespräch. Es sind in Schenkenfelden vier Windräder mit jeweils drei Megawatt Leistung geplant. Die Nabenhöhe von 135 Metern und eine Gesamthöhe von 186 Metern entspricht dem heutigen Standard.

Seitens der Gemeindestube steht man den Planungen von Anbeginn positiv gegenüber. Man erwartete sich auch einen Aufschwung für den eigenen Windpark, der bereits zwei Anlagen umfasst. Investor und Gemeinde forcierten das Projekt, obwohl sich schnell eine Bürgerplattform bildete, die gegen die Errichtung der Anlagen auftrat.

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Artikel 22. April 2013 - 00:04 Uhr
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