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Oberösterreich  > Mühlviertel

Land startet erste Trassen-Analysen für Stadtbahn von Linz nach Pregarten

LINZ. Untersuchung um 1,3 Millionen Euro soll bis Ende 2020 Details für die Umsetzung klären.

Bild: Thomas Fellhofer

Einen weiteren Schritt zur Umsetzung der geplanten Stadtbahn von Linz nach Gallneukirchen und Pregarten setzt das Land Oberösterreich. Die bereits verordnete Trasse wird nun im sogenannten Vorprojekt um 1,3 Millionen Euro im Detail untersucht.

"Das Vorprojekt dient dazu, Entscheidungsgrundlagen zu schaffen, und soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein", erklärt Marco Sterk, Sprecher von Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FP). Dabei werden zum Beispiel Bodenproben genommen. Erst danach stehen Bauzeit, genauer Flächenbedarf und die Kosten fest, so Sterk. Diese Faktoren sind die Basis, damit das Land entscheiden kann, ob die geplante Stadtbahn auch tatsächlich errichtet wird.

Die Stadtbahn soll Gallneukirchen und Pregarten besser an die Landeshauptstadt anbinden. Die Trasse soll entlang der A7 von Linz-Dornach nach Treffling führen. Dort teilt sie sich: Eine Trasse führt nach Gallneukirchen, während die andere über Engerwitzdorf und Wartberg Pregarten erreicht. In Linz wird die Stadtbahn an das Straßenbahnnetz angeschlossen.

"Entlastung für Pendler"

Geplant ist, wie bei der Mühlkreisbahn Schienenfahrzeuge einzusetzen, die sowohl auf Straßenbahn- als auch auf den breiteren Zuggleisen fahren können. "Im Stadtgebiet soll die Stadtbahn die zweite Schienenachse mitbenützen", sagt Marco Sterk. Doch warum verlängert man dann nicht gleich die Linzer Straßenbahn? Hier gehe es um Tempo und Komfort: "Eine Straßenbahn hat in der Regel viele Haltestellen, was die Geschwindigkeit verringert", sagt Sterk. Außerdem seien Zuggarnituren für längere Strecken für die Fahrgäste bequemer als Straßenbahnzüge: "Sie sind breiter und haben mehr Sitzmöglichkeiten."

Laut Steinkellner kann die geplante Stadtbahn für die Pendler aus dem nordöstlichen Mühlviertel eine deutliche Entlastung bringen: "Sie wird es ermöglichen, den Zentralraum ohne Reisezeitverzögerung zu erreichen."

Die Kosten des Vorprojektes von 1,3 Millionen Euro trägt zu 80 Prozent das Land Oberösterreich, 20 Prozent tragen die betroffenen Gemeinden Engerwitzdorf, Gallneukirchen, Unterweitersdorf, Hagenberg, Wartberg/Aist und Pregarten. 

Hintergrund

15.000 Pendler: So hoch ist das tägliche Fahrgastpotenzial aus dem Nordosten des Mühlviertels nach Linz. Der Pendlerkorridor auf dieser Strecke ist der am stärksten befahrene Buskorridor Oberösterreichs.



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Artikel (hes) 21. August 2018 - 05:48 Uhr
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