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Mühlviertel

Katsdorfer tüfteln an Konzepten für die Nachnutzung der Landwirtschaftsschule

Von Philipp Hirsch   13. September 2012

Katsdorfer tüfteln an Konzepten für die Nachnutzung der Landwirtschaftsschule
Was wird aus dem Gelände der landwirtschaftlichen Fachschule Katsdorf nach der Übersiedlung nach Hagenberg?

KATSDORF. 2016 wird die Landwirtschaftsschule in das Agrar-Bildungszentrum Hagenberg übersiedeln.

Mit dem Schuljahr 2016/2017 bekommt Oberösterreich in Hagenberg ein neues Agrarisches Bildungszentrum (ABZ). Die drei Mühlviertler Landwirtschaftsschulen Freistadt, Katsdorf und Kirchschlag werden dafür – wie berichtet – zusammengelegt.

In Katsdorf beschäftigt sich derzeit eine elfköpfige Arbeitsgruppe aus Schul-, Gemeinde-, Landes- und Wirtschaftsvertretern mit der Frage, was mit dem Gelände der Schule nach der Zusammenlegung geschehen soll. „Ideal wäre es, wenn wir wieder eine Schule auf dem Gelände bekämen“, sagt Direktor Franz Scheuwimmer. Nachsatz: „Das wird aber wohl schwierig werden.“

„Gebäude soll erhalten bleiben“

Für Scheuwimmer ist vor allem wichtig, dass „das Gebäude erhalten bleibt“. Der mächtige Vierkanter, in dem die Schule noch untergebracht ist, wurde um 1875 erbaut. 1947 zog die Fachschule ein. 1983 wurde der Hof aufwändig saniert und den veränderten Erfordernissen des praxisorientierten Schulbetriebs angepasst.

Tatsächlich gibt es Überlegungen, hier eine Schule für Pflegeberufe unterzubringen. Sollte es nach der Übersiedlung in vier Jahren nichts mit einer neuen Schule werden, hat die Arbeitsgruppe bereits weitere Ideen in der Schublade. Scheuwimmer: „Eine Verwendung im sozialen Bereich, zum Beispiel ein Seniorenheim, wäre denkbar. Dafür müsste aber umgebaut werden.“

Auch ein Gründungszentrum für junge Firmen einzurichten, liegt als Vorschlag auf dem Tisch. Bürgermeister Ernst Lehner (VP) will sich noch nicht auf ein „Lieblingsprojekt“ festlegen, denn das würde die Arbeitsgruppe „ad absurdum führen“. Aber die Vorstellung einer neuen Schule gefalle ihm. Der Ortschef könnte sich aber auch ein „Green Village aus Wohnungen und kleinen Betrieben“ anstatt der Schule vorstellen.

Der Gemeinde Katsdorf geht es bei der Nachnutzung aber auch um die Reputation. „Wir sind eine kleine Gemeinde. Eine Landwirtschaftsschule ist da schon etwas Besonderes. Sie brachte Wertschöpfung und machte uns bekannt. Es wäre schön, wenn wir etwas Gleichwertiges bekämen“, sagt Lehner.

In etwa einem Monat will die Arbeitsgruppe ihre Vorschläge offiziell präsentieren.

 

Landwirtschaftliche Fachschule Katsdorf

Personal: 1 Direktor, 14 hauptberufliche Lehrkräfte, 6 nebenberufliche Lehrkräfte, Gastlehrer, 10 Bedienstete in Schule und Landesgut.

Landwirtschaft: Zur Schule gehören auch 8,7 ha biologische Landwirtschaft und 27 ha konventioneller Landbau. Dazu kommen 7 ha Schulwald, ein Schulobstgarten sowie eine Kellerei für Apfelsaft, Most und Schnapsbrennerei. Die Landwirtschaft arbeitet ohne Zuschuss und bringt sogar Gewinne ein.

Prominenz: Dass angehende Landwirte eine Ausbildung benötigen, bescherte der Schule auch prominente Schüler wie den Schauspieler Tobias Moretti.

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