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Im Schritt Marsch: Windhaags Musiker im Zeichen der olympischen Ringe

WINDHAAG BEI PERG. Die Bürgerkorpskapelle Windhaag vertrat Österreich beim "Military Tattoo" in Frankreich

Im Schritt Marsch: Windhaags Musiker im Zeichen der olympischen Ringe

Die Marschmusik-Show der Bürgerkorpskapelle Windhaag bei Perg in der Olympiahalle von Albertville. Bild: Martin Luger

Dort, wo 1992 Patrick Ortlieb und Petra Kronberger olympisches Gold für Österreich holten, machte am Wochenende die Bürgerkorpskapelle Windhaag bei Perg beste Werbung für Österreich. Beim 41. Military Tattoo in Albertville präsentierten sich Kapellen aus sieben Nationen. Als Vertreter Österreichs zeigte der Musikverein aus dem Mühlviertel, dass nicht nur Militärorchester das Spiel in Bewegung beherrschen. "Eine großartige Erfahrung für uns alle. Ich bin sicher, dass wir dabei nicht nur Windhaag, sondern ganz Österreich würdig vertreten haben", sagt Kapellmeister Florian Huber.

Dass die 52-köpfige Delegation aus Windhaag die Fahrt in die französischen Alpen antreten durfte, ist ihren hochkarätigen Auftritten bei Marschwertungen in den vergangenen Jahren zu verdanken. "Wir sind mit einigen Darbietungen auf YouTube vertreten. Auf diese Videos ist eines Tages Werner Steinkellner aufmerksam geworden. Der Steirer ist für die Entsendung österreichischer Teilnehmer zum Military Tattoo verantwortlich. Er hat uns gefragt, ob wir da einmal dabei sein möchten", sagt Obmann Kurt Königshofer. Selbstverständlich wollten sich die Windhaager diese Erfahrung nicht entgehen lassen.

Intensive Vorbereitung

Damit sie bei den Auftritten in der ehemaligen Olympiastadt auch beste Figur machen, haben die Windhaager in den vergangenen Wochen ein intensives Probenprogramm absolviert. "Wir haben die Höhepunkte unserer Showprogramme der vergangenen Jahre hergenommen und daraus eine knapp halbstündige Choreografie zusammengestellt", sagt Stabführer Anton Nenning. Fünf Wochen hindurch wurde zwei Mal wöchentlich geprobt. Nenning: "Es war eine Freude, wie hier alle an einem Strang gezogen und sich in die Arbeit hinein gekniet haben."

Nach einer nächtlichen Busfahrt über München, Bregenz, Genf und das Montblanc-Gebiet trafen die Windhaager vergangenen Freitag in Albertville ein – und gaben gleich am späteren Nachmittag ein 45-minütiges Konzert im "Dôme"-Theater. Am Samstag folgten eine Parade durch das Stadtzentrum, ein Auftritt auf dem Place de l’Europe bei 30 Grad im Schatten, sowie am Abend die Präsentation des Showprogramms in der Olympiahalle. Auch der Sonntag war mit einer Parade durch die Stadt und einem weiteren Auftritt in der Olympiahalle dicht gedrängt. "Fünf Auftritte und drei Proben in nur zweieinhalb Tagen – so ein enges Programm hatten wir auch noch nie", sagt Obmann Königshofer. Dank der guten Kameradschaft konnte auch so manch organisatorische Panne gemeistert werden.

Dennoch blieb auch Zeit, sich mit den anderen Kapellen des Militärmusik-Festivals auszutauschen. Insbesondere mit der Landsknecht-Musik aus Luzern. Bei anderen Teilnehmern blieb es eher beim freundlichen Grüßen. Wie zum Beispiel mit dem Garde-Orchester aus Russland. Königshofer: "Bei denen war der militärische Drill allgegenwärtig. Die sind sogar in Zweier-Formation zum Frühstück marschiert."

Im Schritt Marsch: Windhaags Musiker im Zeichen der olympischen Ringe

Kapellmeister Florian Huber

 

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Artikel Bernhard Leitner 12. Juli 2018 - 00:04 Uhr
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