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Mühlviertel

Hoteliers und Wirte wehren sich gegen Vorwurf sie seien "mittelalterliche" Ausbeuter

Von Von Thomas Fellhofer   25. Februar 2017 14:55 Uhr

Hoteliers und Wirte wehren sich gegen Vorwurf sie seien Ausbeuter
Mitarbeiter, vor allem Lehrlinge liegen den Betreibern der Top-Hotels am Herzen. Die Mitarbeiter-Akademie ist beim Personal überaus beliebt. Deshalb will man klar stellen, nicht zu den schwarzen Schafen zu gehören.

ROHRBACH. Als "mittelalterliche Ausbeuter" hat ein AK-Bericht einen Hotelier aus dem Bezirk Rohrbach hingestellt. Hoteliers und Wirte aus dem Mühlviertel wehren sich nun gegen die Vorwürfe.

"Das Hotel Guglwald zählt nicht zu den schwarzen Schafen", schreibt Alexander Pilsl, Chef des Hotels Guglwald in der Mühlviertler Gemeinde Schönegg unter den OÖN-Bericht wonach ein Hotelier im Bezirk Rohrbach fünf Mitarbeiterinnen jeweils um mehrere Tausend Euro geprellt hat. Der Ärger ist besonders groß, da Guglwald zu einem Hotelverbund gehört in dem Mitarbeiterförderung einen hohen Stellenwert einnimmt.

In die selbe Kerbe schlägt Eva-Maria Pürmayer vom Romantik-Hotel Bergergut in Afiesl: "Und noch einmal darf ich meine Meinung dazu kundtun: Unsere Aufgabe, unsere Herzens-Angelegenheit ist es Gäste zu begeistern! Das funktioniert nur mit zufriedenen, am besten glücklichen, Mitarbeitern. Mit Herz, Hirn und Passion."

AK-Berichte über "schwarze Schafe" in der Gastronomie regen die Wirte und Hoteliers naturgemäß auf. Man solle Namen veröffentlichen und nicht eine gesamte Branche in einen Topf werfen fordern die Wirte. Auch Julia Falkner, Sprecherin der Rohrbacher Wirte stellt sich vor die Gastronomen: "Wir haben viele tolle Hotelangebote in der Region und alle zahlen pünktlich ihre Löhne und rechnen ordentlich ab", findet sie es "nicht fair, dass die Arbeiterkammer immer wieder auf das Gastgewerbe losgeht". Seit Jahren kämpfen sie und ihre Kollegen für ein gutes Image. Denn es sei ohnedies nicht leicht in der Gastronomie ausreichend gutes Personal zu finden.

Bestes Beispiel, wie sich Hotelbetreiber um ihre Mitarbeiter bemühen ist der Hotelverband der sieben großen Top-Hotels im Mühlviertel: Sieben erfolgreiche Häuser der 4- und 5-Sterne-Kategorie haben sich zu einer einzigartigen Kooperation zusammengeschlossen. Unter dem Motto "gemeinsam sind wir stark" haben die sieben Top-Hotels eine Mitarbeiterakademie gegründet: INNs Holz in Ulrichsberg, Almesberger in Aigen-Schlägl, AVIVA in St. Stefan, Bergergut in Afiesl, Guglwald in Schönegg, Spa Hotel Bründl und Falkensteiner Hotel in Bad Leonfelden arbeiten schon seit 2011 intensiv zusammen und entwickelten neben gemeinsamen Marketingprojekten eine Mitarbeiterakademie. Ihr Ziel ist unter anderem das Image der Tourismusberufe nachhaltig zu verbessern.

In der Mitarbeiterakademie der Top-7 erhalten die Teilnehmer professionelle, fachspezifische und kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten. Kolleginnen und Kollegen können untereinander Wissen und Erfahrungen austauschen und sich auch nach dem Kurs vernetzen. Mitarbeiter nehmen nicht nur an Kursen und Workshops der Akademie teil; die besten Lehrlinge wurden auch schon mit einem sechswöchigen Auslandspraktikum in Belfast und in Hamburg belohnt. Sprachkurse, Housekeeping, Verkaufsseminare, Kochkurse, Workshops für Wellness-Mitarbeiter und vieles mehr gibt es in der Akademie. Für die Lehrlinge der Hotels besteht auch die Möglichkeit eines Hoteltausches, um die verschiedenen Häuser kennenzulernen.

Die Mitarbeiterakademie wurde bereits mit dem Staatspreis für Tourismus ausgezeichnet. 2014 erhielt sie den Tourismus-Innovationspreis Brilliance in der Kategorie "Kooperationen und Netzwerke".

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