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Gemeinde reagierte rasch auf Brandübung im Hochhaus

SCHWERTBERG. Umfassendes Sicherheitspaket binnen weniger Tage umgesetzt.

Gemeinde reagierte rasch auf Brandübung im Hochhaus

Einsatzkräfte, Wohnbauträger und Gemeinde aktualisierten Einsatzplan. Bild: (lebe)

Auf die Ergebnisse einer groß angelegten Evakuierungsübung in den Hochhäusern in der Haydnstraße hat die Marktgemeinde Schwertberg umgehend reagiert und gemeinsam mit Rettung und Feuerwehr ein umfassendes Sicherheitspaket geschnürt. "Wir haben alle Anregungen sofort aufgegriffen und können mit Fug und Recht bestätigen: Die Sicherheit für die Bewohner ist in der gesamten Anlage gegeben", sagt der Schwertberger Bürgermeister Max Oberleitner (VP).

Zweiter Kran-Standplatz

So wurde ein Hubsteiger-Fahrzeug der Feuerwehr Mauthausen zu einer weiteren Übung angefordert. Ergebnis: Dieses Fahrzeug kann in der steilen Hochreithstraße stehen bleiben und von dort aus von den Wohnungen in den obersten Stockwerken retten. Oberleitner: "Nachdem die Übung ja gezeigt hat, dass eine Rettung über das Stiegenhaus wenig Sinn hat, werden wir im Ernstfall beide Hubsteiger aus Perg und Mauthausen anfordern und die Rettungskräne von zwei Seiten aus auffahren lassen."

Auch was die teilweise Überbelegung in den Wohnungen betrifft, wurden schon Schritte für eine bessere Transparenz gesetzt. Gemeinsam mit der Wohnbaugesellschaft WSG wurden Hausordnung und Mietverträge angepasst. Die Bildung überbordender Wohngemeinschaften ist damit nicht mehr möglich. Dies sei laut dem Schwertberger Bürgermeister bei einigen Bewohnern zwar auf wenig Gegenliebe gestoßen, sei aber unbedingt notwendig.

Mitglieder-Werbung startet

Letztendlich gibt es auch schon Gespräche, die Integration von Bewohnern aus Migranten-Familien in den ortsansässigen Einsatzorganisationen voranzutreiben. Weiters von Oberleitner: "Ich habe bei einem Fest zum Ramadan-Auftakt mit dem Obmann des islamischen Kulturvereins darüber gesprochen und dabei die Zusage erhalten, dass es im Verein eine Mitglieder-Werbung für Rettung und Feuerwehr geben wird." Gerade die Aufnahme von Personen mit Migrationshintergrund wäre für Einsätze in diesem Umfeld eine große Erleichterung in der Kommunikation für beide Seiten.

In Summe habe man damit das Thema Brandschutz von mehreren Seiten her bearbeitet, betont der Schwertberger Bürgermeister: "Einsatzorganisationen, Wohnbaugesellschaft, Bewohner und Gemeinde sind dabei binnen weniger Tage zu einer tragfähigen Lösung gekommen."

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Artikel Bernhard Leitner 17. Mai 2018 - 00:04 Uhr
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