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Gedächtnis-Guru lockte mehr als 1100 Zuhörer nach Perg

PERG/BAUMGARTENBERG. In einem mit 450 Schülerinnen und Schülern belegten Turnsaal als Vortragender Gehör zu finden, ist kein einfaches Vorhaben.

Gedächtnis-Guru lockte mehr als 1100 Zuhörer nach Perg

Bestseller-Autor Gregor Staub verblüffte mit seiner "Mega-Brain"-Methode Schüler, Lehrer und Unternehmer. Bild: lebe

Wenn man dabei noch dazu mit dem Thema "Lernmethoden" antritt, erscheint diese Aufgabe geradezu unmöglich.

Genau das gelang am Mittwoch aber dem Gedächtnistrainer und Bestseller-Autor Gregor Staub. Quirlig, witzig und ausgestattet mit jeder Menge Überzeugungskraft gab er den jugendlichen Zuhörern im Turnsaal des Poly Perg einen Überblick über sein "mega memory"-Training: "Wenn ihr das anwendet, braucht ihr nie wieder einen Schummelzettel und merkt euch spielend an einem Nachmittag 200 Englisch-Vokabeln." Alles, was man dafür benötige, seien ein Mal fünf Stunden Zeit, um sich mit den Lernmethoden vertraut zu machen. Eine Ansage, die sich am Nachmittag auch rund 100 Lehrkräfte in der PTS-Aula sowie am Abend mehr als 600 interessierte Eltern und Unternehmer in der randvollen Werkhalle von Glas Baumann in Baumgartenberg zu Gemüte führten.

Aktionstag von Poly und AMS

Eingefädelt haben diesen Aktionstag mit dem Titel "Train your Brain" die Polytechnische Schule Perg und das Perger Arbeitsmarktservice. "Bildung ist der Schlüssel für bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und ein gutes Einkommen. Dass Bildung und Lernen Spaß machen können, wollten wir mit Hilfe der Vorträge von Gregor Staub vermitteln", sagt AMS-Bezirksstellenleiterin Christa Hochgatterer. "Gerade am Beginn eines Schuljahrs ist es wichtig, Freude am Lernen zu vermitteln", sagt Poly-Direktorin Ludmilla Lumesberger.

Auch AMS-Österreich Vorstand Johannes Kopf nahm den Aktionstag zum Anlass für einen Besuch im Bezirk Perg. Er unterstrich die wachsende Bedeutung des Faktors Bildung für die Chancen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt. So lag im Jahr 1990 die Arbeitslosenrate bei Menschen mit Schul- oder Berufsausbildung bei sechs Prozent, bei jenen ohne Ausbildung bei sieben Prozent. "Heute haben wir sieben Prozent Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Ausbildung, aber bereits 24 Prozent bei jenen, die nur einen Pflichtschulabschluss haben", so der AMS-Vorstand. "Das Hauptproblem in Österreich ist: Uns gehen die Jobs aus für Menschen mit geringer Qualifikation. "

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Artikel Bernhard Leitner 09. Oktober 2015 - 00:04 Uhr
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