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Mühlviertel

Fachschule verdoppelte Schülerzahl - Jetzt gibt es auch Wohnmöglichkeit

Von Von Bernhard Leitner   22. Oktober 2010 00:04 Uhr

Fachschule verdoppelte Schülerzahl Jetzt gibt es auch Wohnmöglichkeit
Ricarda und Stefanie repräsentierten die Schule in Wels.

BAUMGARTENBERG. Einen bemerkenswerten Höhenflug vollzieht die Fachschule Baumgartenberg. Ein österreichweit einzigartiges Schulmodell schlug dermaßen ein, dass sich die Schülerzahlen verdoppelten. Nun wird für Schülerinnen mit weiter Anreise eine Wohnmöglichkeit geschaffen.

„Abschluss mit Anschluss – BMS differenziert“ heißt das Pilotprojekt, das der Fachschule derzeit einen regelrechten Boom bei den Anmeldungen beschert. Die Schülerzahlen haben sich seither verdoppelt und auch für das kommende Jahr rechnet der Leiter der Schule, Reinhard Furtlehner, mit einer hohen Nachfrage. Untermauert wird dieser Optimismus nicht zuletzt durch die zahlreichen Anfragen, die die Schule vergangene Woche auf ihrem Stand bei der Messe „Jugend & Beruf“ in Wels erreichten. „Das Interesse an unserer Schule war enorm“, sagt Schulleiter Furtlehner.

Großes Einzugsgebiet

Da sich Schülerinnen zusehends auch überregional für den neu geschaffenen Schultyp interessieren, sah man sich nun nach Möglichkeiten um, die Jugendlichen während der Schulzeit kostengünstig im Ort unterzubringen. Dank der Bereitschaft mehrerer Gastfamilien, die sich bereit erklärten, Schülerinnen zu beherbergen, kann die Fachschule jetzt auch dieses Zusatzangebot machen und somit ihr Einzugsgebiet beträchtlich erweitern.

„Genialer“ Schulversuch

Was den Schulversuch so außergewöhnlich macht, ist laut Furtlehner die Tatsache, dass er die Vorteile zweier Schultypen vereint und so das Risiko für die Schülerinnen, einen falschen Weg einzuschlagen, minimiert. Im ersten Jahr erhalten alle Schüler ein Abschlusszeugnis für die neunte Schulstufe, inklusive Berufsvorbereitung und sechs Schnuppertagen in Lehrbetrieben. Zugleich haben alle Schüler die Möglichkeit, nahtlos ihre Fachschulausbildung fortzusetzen. Dass es seit heuer in unmittelbarer Nachbarschaft im Kloster eine Diplompflege-Ausbildung gibt, erweitert den Ausbildungshorizont zusätzlich.

Gespräch statt Aufnahmetest

Leistungsdifferenzierter Unterricht in Deutsch, Englisch und Rechnungswesen kommen bei Eltern und Schülern ebenso gut an wie die familiäre Atmosphäre. „Das ist ein Aspekt, der mir besonders wichtig ist“, sagt Furtlehner. Dazu passt auch, dass sich die Schule von dem üblichen Aufnahmetest verabschiedet hat. Die Anmeldung erfolgt nach einem persönlichen Aufnahmegespräch. Auch das sucht in Österreichs Schullandschaft seinesgleichen.

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