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Erinnerung an eine einfache, aber mutige Frau

11. Mai 2015, 00:04 Uhr
Erinnerung an eine einfache, aber mutige Frau
Spaniens Botschafter Alberto Carnero legte beim Denkmal eine Nelke ab. Bild: (lebe)

MAUTHAUSEN. "perspektive mauthausen" enthüllte die Gedenktafel für Anna Pointner, die spanischen KZ-Häftlingen half.

Die Erinnerung an die NS-Zeit nicht nur in der KZ-Gedenkstätte zu konservieren, sondern auch in den Ort zu tragen, war eines der Motive für die Errichtung einer Gedenktafel, die am Samstag in der Vormarktstraße in Mauthausen enthüllt wurde. Zugleich soll das Denkmal an eine Frau erinnern, die mutig Widerstand leistete und sich ihren Sinn für Menschlichkeit auch unter widrigsten Umständen bewahrte: Anna Pointner.

Die einfache Frau hatte schon kurz nach dem Anschluss an Hitler-Deutschland zu kämpfen, damit ihr Sohn nicht von den neuen Machthabern in das Euthanasie-Zentrum nach Hartheim gebracht wurde. Als in unmittelbarer Nähe ihres Hauses spanische KZ-Häftlinge als Arbeiter im Poschacher-Steinbruch eingeteilt wurden, ließ sie sich auf ein gefährliches Spiel ein: Sie versteckte Filme, auf denen die Spanier das Grauen im Konzentrationslager fotografiert hatten, in einer Steinmauer ihres Gartens und trug somit wesentlich dazu bei, dass es überhaupt Fotos gibt, die während des Lagerbetriebs aufgenommen wurden. Kurz vor der Befreiung hatte das Lagerkommando sämtliche Fotos vernichten lassen.

Die aus Stahl in der Vöest-Lehrwerkstätte angefertigte Tafel erinnert an den Mut dieser einfachen Frau, die im Jahr 1991 verstorben ist. "Anna Pointner ist ein Vorbild an Menschlichkeit und Mut für jene Jugendlichen, die heute die Gedenkstätte besuchen", sagte Enric Garriga, Präsident der "Amical de Mauthausen" bei der Enthüllung.

Mauthausens Bürgermeister Thomas Punkenhofer sagte, dass Mauthausen international ein Synonym für schreckliche Verbrechen sei. Anna Pointner, eine Mauthausenerin, solle ein Synonym für Widerstand und Menschlichkeit sein. Die Gedenktafel solle hierzu einen Beitrag leisten. Einer der Ersten, die das Denkmal ehrten, war der Botschafter Spaniens in Österreich, Alberto Carnero: Er legte eine rote Nelke vor dem Denkmal ab. Als Mitbringsel für alle Besucher gab es von der "perspektive mauthausen" zudem kleine Granitsteine als Anstoß, sich für Menschlichkeit zu engagieren. (lebe)

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