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Mühlviertel

"Eine Schinderei sondergleichen": Sogar Sieger brach nach Zieldurchfahrt nieder

Von Bernhard Leitner   01. September 2014 00:04 Uhr

"Eine Schinderei sondergleichen": Sogar Sieger brach nach Zieldurchfahrt nieder
Völlig ausgepumpt stemmte Sieger Lukas Kaufmann bei der Zieldurchfahrt noch einmal sein Rad hoch – um dann für eine Weile zu Boden zu sinken.

ST. GEORGEN AM WALDE. Es schüttete in Strömen, als sich am Samstagvormittag 320 Mountainbiker zum diesjährigen Granitbeißer-Marathon aufmachten.

Der tiefe Boden zehrte nicht nur an den Kräften der Teilnehmer, sondern erforderte auch bei den Abfahrten technisches Können. Mitunter half aber alles nichts mehr: "An einigen Stellen war der Morast so tief, dass an ein Fahren nicht zu denken war. Da blieb nur eines: Absteigen und das Rad tragen", schilderte Karl Brandstetter aus Pabneukirchen seine Eindrücke von der Strecke.

Kein Wunder, dass die Siegerzeit bei diesen Bedingungen fast eine halbe Stunde über der des Vorjahres lag. Vier Stunden, 22 Minuten und 31 Sekunden benötigte Lukas Kaufmann für die 79 Kilometer lange und über 2850 Höhenmeter führende Extreme-Distanz. "Mir tut alles weh – ich bin froh, dass es vorbei ist", machte Kaufmann beim Siegerinterview keinen Hehl aus seiner körperlichen Erschöpfung. Nur vier Sekunden fehlten dem zweitplatzierten Martin Mayer auf den Sieg: "Ich war bis kurz vor dem Ziel sogar vorne, dann leider einen Moment unaufmerksam und so hat mich Lukas im Zielsprint überrumpelt."

Reifenschaden kostete Sieg

Enttäuscht war der auf Platz drei durchs Ziel gerollte Andreas Dollinger: "Ich lag recht komfortabel in Führung als es mir kurz nach Halbzeit des Rennens den Hinterreifen aufgeschnitten hat. Es dauerte mehrere Minuten, bis ich weiterfahren konnte. Auch die Moral war dann am Sand."

Den vierten Granitbeißer-Sieg in Serie feierte unterdessen Sabine Sommer. Sie bewältigte die Extreme-Distanz in 4:51 Stunden. "Ich habe mir das Tempo gut eingeteilt. Einmal bin ich gestürzt und habe mir leicht die Wade verletzt, aber das war nicht weiter schlimm."

Ganz entspannt verfolgte das Rennen Bruno Lumetsberger. Nach sieben Jahren als OK-Chef überließ er die Organisation heuer erstmals seinem Nachfolger Manfred Buchberger. Gerührt zeigte sich Lumetsberger bei der anschließenden Ehrung im Festzelt.

Das Rote Kreuz war nicht nur mit 40 Sanitätern entlang der Strecke im Einsatz, sondern auch radelnderweise im Starterfeld: Bezirksgeschäftsführer Christian Geirhofer bestritt über die Small-Distanz sein erstes Mountainbike-Rennen überhaupt und durfte sich über einen dritten Platz in der AK 40 freuen.

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