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Mühlviertel

Die legendärsten Schummel-Tricks aus 100 Jahren Schulgeschichte

Von Verena Gabriel   28. April 2016

Die legendärsten Schummel-Tricks aus 100 Jahren Schulgeschichte
„Schwindeltinte“ ist im OÖ Schulmuseum ausgestellt

BAD LEONFELDEN. Am 1. Mai eröffnet die Wanderausstellung "Erwischt" im Schulmuseum in Bad Leonfelden.

Wer hat es in seiner Schulzeit nicht getan: einen kurzen Blick zum Banknachbarn oder auf das Notizzettelchen riskieren, wenn man während der Schularbeit nicht mehr weiterwusste. So mancher Schüler wendete auch kreativere Methoden an, um Wissenslücken auszugleichen. Schwindeltinte, umgebaute Armbanduhren oder manipulierte Kugelschreiber sind drei von 1000 ausgefallenen Schwindeltricks, die in 100 Jahren Schulgeschichte auf der ganzen Welt gesammelt wurden.

Im OÖ Schulmuseum in Bad Leonfelden sind 800 dieser Schummeleien ab 1. Mai zu sehen. Unter dem Titel "Erwischt" kommt die von der Universität Erlangen ins Leben gerufene Wanderausstellung exklusiv nach Österreich. "Die Ausstellung hat in Deutschland großes Aufsehen erregt und kommt jetzt mit zusätzlichen österreichischen Exemplaren nach Bad Leonfelden", sagt Museumsleiter Norbert Führmann.

Schwindeleien jeder Art

Neben den klassischen Schwindelzetteln aus Papier, darunter der teuerste und der meistfotografierte "Schummler" der Welt, sind auch Kleidung, Stifte oder Hightech-Brillen ausgestellt. Der teuerste stammt vom deutschen Torhüter Jens Lehmann, der seinen Schwindelzettel um eine Million Euro versteigerte. Durch den Zettel konnte Lehmann bei der Fußball-WM 2006 den entscheidenden Elfmeter halten. Der meistfotografierte Schwindelzettel fasziniert Führmann besonders: "Er ist nur so groß wie eine Briefmarke, darauf vermerkt sind die zehn Gebote." Das Museum beschäftige sich nicht nur mit kreativen, witzigen Schwindeleien: "Auch ernstere Täuschungen sind dabei, zum Beispiel welche aus der NS-Zeit", sagt er. Für jene, die sich selbst als Lehrer versuchen und Schwindeleien aufdecken möchten, gibt es ein interaktives Suchspiel. "Schüler sollen die Ausstellung aber nicht als Ideenbörse verstehen", sagt Führmann mit Augenzwinkern. Eher gehe es um die Vorteile des effizienten Lernens.

Die Ausstellung "Erwischt" eröffnet am 1. Mai und dauert bis 1. November. Für Einzelbesucher ist sie an Dienstagen, Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Gruppen ab acht Personen werden jederzeit durch die Ausstellung geführt. Der Eintritt beträgt 5,50 Euro für Erwachsene (Gruppe 5 Euro), Schülergruppen zahlen 4 Euro.

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