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Mühlviertel

Aus für fixe Bahnverbindung in die Wachau trifft Perger Tourismus hart

Von Von Bernhard Leitner   25. August 2009

Aus für fixe Bahnverbindung in die Wachau trifft Perger Tourismus hart

BEZIRK PERG. Verärgert reagieren Perger Politiker und Tourismusfachleute auf das Vorhaben der ÖBB, ab Dezember die direkten Verbindungen auf der Donauuferbahn in die Wachau einzustellen.

Endstation Sarmingstein: Geht es nach den Plänen der ÖBB, wird es ab dem neuen Fahrplan ab 13. Dezember von Oberösterreich aus keine direkten Zugverbindungen in die Wachau mehr geben. Es wäre der finale Punkt einer Entwicklung, die schon bisher eine schrittweise Reduktion der Linien in diesem Bereich brachte, während der oberösterreichische Teil der Donauuferbahn zuletzt als Pendlerstrecke stark aufholen konnte.

„Falls das wirklich so kommt, bedeutet das einen ganz massiven Rückschlag für unsere Betriebe“, sagt der Obmann des Tourismusverbands Grein, Christoph Lettner. Speziell der Ausflugstourismus im Strudengau wäre davon betroffen, wenn die beliebte Kombination Schiff-Rad-Bahn in die Wachau und wieder zurück künftig nicht mehr möglich sei. „Man darf aber auch die Zahl jener Radtouristen nicht unterschätzen, die auf der Route von Passau nach Wien einen Teil des Donauradweges auslassen. Sie steigen zwischen Grein und Spitz auf die Bahn um und satteln in der Wachau dann wieder auf das Fahrrad um“, sagt Lettner.

Kritik an der Einsparmaßnahme kommt auch von Friedrich Bernhofer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Donau Oberösterreich: „Die Strecke wird von vielen Touristen angenommen.“ Die Einstellung der Linie widerspreche zudem einer Studie der Länder Ober- und Niederösterreich, die der Bahn gerade in diesem touristischen Bereich viel Potenzial attestiert hatte.

„Schlag ins Gesicht für Bezirk“

Maßnahmen auf politischer Ebene gegen die Einstellung fordert die VP-Landtagsabgeordnete Annemarie Brunner: „Ich bin empört und enttäuscht. Diese Pläne sind ein Schlag ins Gesicht für die Donauregion. Pendler, Wirtschaft und Tourismus sind davon gleichermaßen betroffen.“ Die Kombination der Verkehrswege Rad, Zug und Schiff stelle für den Tourismus entlang der Donau ein attraktives Angebot dar. Dieses sei nun akut gefährdet. Jetzt sei SP-Chef Erich Haider als Verkehrsreferent der Landesregierung gefordert, die zentralen Stellen der ÖBB von einem Abrücken von dieser Strategie zu überzeugen.

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