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Aus für Bus-Haltestelle an der B127: "Da sollen meine Kinder jetzt gehen?"

FELDKIRCHEN. Anrainer wehren sich weiterhin gegen die Auflassung der Bushaltestelle Unterlacken an der Rohrbacher Bundesstraße im Bezirk Urfahr-Umgebung.

Der Weg führt für Anrainer entlang der B127. Bild: privat

Es ist ist dunkel, es nieselt, es ist kalt. Das Scheinwerferlicht eines Autos durchbricht den Nebel, es nähert sich mit bis zu 100 Stundenkilometern. Gehsteig gibt es keinen. Der Weg zur nächsten Bus- bzw. Bahnhaltestelle wird für Bewohner des Ortsteils Unterlacken im Gemeindegebiet von Feldkirchen an der Donau (Bezirk Urfahr-Umgebung) kein angenehmer sein. 

Denn wenn am Montag der neue OÖVV-Fahrplan in Kraft tritt, soll die Bushaltestelle entlang der Rohrbacher Bundesstraße aufgelassen werden. Der kürzeste Weg zum nächsten öffentlichen Verkehrsmittel führt dann rund 1,2 Kilometer entlang der B127 nach Lacken. Davon sind auch Kinder betroffen. 

"Entspricht nicht den Richtlinien"

Seit die Bewohner der Streusiedlung rund 20 Kilometer von Linz entfernt von der Entscheidung erfahren haben, laufen sie dagegen Sturm – allerdings vergeblich. Doch was ist der Grund dafür, dass die Haltestelle nicht mehr angefahren werden soll?

Im Zuge des wettbewerblichen Vergabeverfahrens für den Kraftfahrlinienverkehr waren sämtliche Haltestellen im Oberen Mühlviertel auf ihre Verkehrssicherheit uberpruft worden. "Dabei stellte sich heraus, dass die Haltestelle Unterlacken aufgrund ihrer baulichen Ausfuhrung nicht mehr den aktuellen Richtlinien entspricht", heißt es dazu in einer Stellungnahme aus dem Büro von Verkehrslandesrat Günther Steinkellner. Kurz: Die Haltestelle ist für den Verkehr zu unsicher, für eine Bewilligung wäre eine Umbau nötig.  

Bauliche Maßnahmen geprüft

Bauliche Maßnahmen um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wurden geprüft, seien aber nicht umsetzbar, heißt es weiter. Hinzu kommt, dass die aktuellen Fahrgastzahlen "in keinem Verhältnis zum Nutzen eines Umbaus" stünden.

Dem Verkehrsverbund sind dadurch die Hände gebunden. "Eine Aufnahme der Haltestelle in den Fahrplan ist durch den OÖVV nur bei Vorliegen einer entsprechenden Bewilligung möglich", heißt es in einem Schreiben.

Ab Montag wird also in Unterlacken kein Bus mehr halten, was auch aus der Fahrplanabfrage des OÖVV hervorgeht:

 

Wer nun von Unterlacken aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Schule oder Arbeit nach Linz kommen will, muss gut 20 Minuten lang entlang der Rohrbacher Bundesstraße zur nächsten Haltestelle gehen (siehe Bild).

Gerade vor diesem Hintergrund ist das Argument der unzureichenden Verkehrssicherheit für die Betroffenen nur schwer nachvollziehbar. "Wenn Fahrgäste und Kinder neben der Bundesstraße nach Lacken gehen, ist die Gefahr wesentlich größer, als beim Anhalten des Busses bei der Station Unterlacken", glaubt Siegfried Bachmayer, der sich als Anrainer und Öffi-Nutzer für den Erhalt der Station einsetzt.

Auch seine Kinder sind von der Auflassung der Bushaltestelle betroffen. Ihr frühmorgendlicher Schulweg könnte künftig so aussehen:

 

"Wirklich? Sollen meine Kinder wirklich da lang?", fragt sich seine Frau. "Es gibt keinen Gehweg zwischen der Bushaltestelle Unterlacken, die jetzt aufgelassen wird und der nächsten Bus- oder Bahnhaltestelle. Bei Nebel, Regen und Dunkelheit sind außerdem keine klaren Sichtverhältnisse entlang der B127 für Fußgänger und Lenker gegeben", sagt Elisabeth Bachmayer, die sich um die Sicherheit ihrer Kinder Sorgen macht.

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Artikel nachrichten.at (jup) 09. Dezember 2018 - 06:31 Uhr
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