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26,74 Sekunden: St. Martin und Hinterschiffl laufen Spitzenzeiten

Der St. Martiner WM-Zug rollt - "Die Burschen wollen es heuer wissen".

St. Martin Bewerbsgruppe

Jubel über den geglückten Lauf. Bild: FF

Die Hochburg der Feuerwehr-Bewerbe ist der Bezirk Rohrbach. Dort sind aktuell die wohl besten Gruppen des Landes zu finden. Die acht besten des Bezirkes traten in Julbach im KO-Bewerb gegeneinander an. Mit einer absoluten Wahnsinns-Zeit von 26,74 Sekunden im Löschangriff setzte die Gruppe St. Martin ein starkes Zeichen für die bevorstehende WM-Teilnahme. Für die meisten Gruppen ist eine Zeit unter 30 Sekunden schon eine unlösbare Aufgabe. Auch mit 40er-Zeiten gehört man immer noch zu den guten Gruppen. Dass die 30er-Schallmauer durchbrochen werden könnte, glaubte lange niemand so recht. Doch was die St. Martiner Burschen beim KO-Bewerb in Julbach geliefert haben ist eine wahre Sensation. 26,74 Sekunden ist absoluter inoffizieller Weltrekord. Diesen können die Mühlviertler übrigens beim nächsten internationalen Bewerb im Juli in Villach auch offiziell aufstellen. 

Hinterschiffl in Topform

Doch nicht nur die FF St. Martin hat das Wettbewerbsfieber  gepackt. Auch die Gruppe aus Hinterschiffl läuft astronomische Zeiten: „Zwei mal innerhalb eines KO-Bewerbs eine 27er Zeit zu laufen ist extrem stark“, sagt auch Bezirkskommandant Josef Bröderbauer, der fasziniert von den Leistungen der Feuerwehren ist: „Man hat gemerkt, dass es die Burschen heuer wissen wollen. Alleine die Konzentration und die Motivation vor den Läufen verursacht Gänsehaut. Das erinnert schon ein wenig an einen Hermann Maier am Start“, sagt er. Platz zwei holte sich übrigens die junge Truppe aus St. Veit und auch die Damengruppe aus Julbach überzeugte mit einer 33er-Zeit. „Ich freue mich schon auf den Landesbewerb in drei Wochen und auf die WM“, sagt Bröderbauer und hofft, dass die Rohrbacher Gruppen dort ihre Leistungen auch abrufen können und vor allem fehlerfreie Läufe hinlegen werden. 

Bewerter gefordert

Auch für die Bewerter sind so schnelle Zeiten eine große Herausforderung. „Da ist volle Konzentration angesagt“, sagt Bernhard Weiß, der als Hauptbewerter pro Saison um die 200 Gruppen bewertet. „Wir sprechen uns schon vorher genau ab, wer welche Handgriffe beobachtet, damit wir eine faire Beurteilung gewährleisten können“, sagt er. Auch für ihn sind solche Zeiten kaum zu glauben: „Da liegt jede Kupplung auf den Millimeter genau. Wenn die nur einen Schritt mehr machen müssen, ist das alles liegengelassene Zeit“, erzählt der erfahrene Schiedsrichter. Ein Erlebnis sei es allemal die besten Gruppen Österreichs beim Laufen zu beobachten. Großen Respekt zollt er vor allem auch den Hinterschifflern: „Das war mit zwei 27er-Zeiten eigentlich die konstantere Gruppe“. Weil Hinterschiffl aber schon in der Vorrunde gegen St. Martin ausgeschieden ist, ging sich eben nur mehr der dritte Platz aus. 

Am Start waren übrigens die Feuerwehren Plöcking, St. Veit, Kirchberg, Peilstein, Hinterschiffl, Julbach (Damen) und zwei mal St. Martin. 

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Artikel fell 17. Juni 2017 - 15:06 Uhr
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