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Oberösterreich

Mit Konsequenz und viel Geduld können auch Katzen Regeln lernen

Von Dietlind Hebestreit   23. April 2019

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Sie haben einen starken Willen und sind sehr zielstrebig: Deshalb ist Erziehung bei Katzen eine Herausforderung. Eine Linzer Tierärztin gibt Tipps für das Zusammenleben

Katzen sind unerziehbar. Mit diesem Mythos räumt Tierärztin Susanne Hubmer auf. "Katzen sind sehr intelligent und lernen ein Leben lang. Um sie zu erziehen, muss man aber sehr konsequent sein und viel Geduld haben", sagt die Linzerin. Sie rät, so früh wie möglich mit der Erziehung zu beginnen. Man kann aber Katzen jeden Alters erziehen.

Die Katze springt immer auf den Tisch: Bei der Katzenerziehung gilt es, immer so schnell wie möglich zu reagieren, am besten innerhalb einer Sekunde. Da biete es sich an laut zu klatschen oder ein kurzes Wort laut zu sagen, das sich durch das ganze Katzenleben zieht: zum Beispiel nein, aus, halt, pfui. Das negative Wort nicht mit dem Namen der Katze verknüpfen. Wenn die Katze dann nicht von selbst vom Tisch springt, diese auf den Boden setzen. Das kann 20 bis 30 Mal notwendig sein. Übrigens: Katzen brauchen einen Kletterbaum. Sie lieben es, von höheren Ebenen Ausschau zu halten.

Die Katze will dauernd ins Bett: Wer das nicht möchte, sollte das Schlafzimmer verschlossen halten. Und zwar immer. Inkonsequenz verstehen Katzen nicht. Einmal Bett – immer Bett. Einmal Tisch – immer Tisch.

Die Katze springt Besucher an: Katzen können ein ziemliches Aggressionspotenzial haben. Gerade dann sollte man viel mit ihnen spielen. Werden sie zu wild, dann stoppen und die Katze ablenken, zum Beispiel mit Fressen. Aggressivität kann auch ein Zeichen von Krankheit sein.

Langeweile: Viele Katzen lieben Lernspiele. Besonders geeignet ist hier das sogenannte Clicker-Training. Die Katze löst eine Aufgabe (zum Beispiel sich hinsetzen), der Mensch macht sofort ein Geräusch mit dem Clicker (erhältlich im Tierhandel) und gibt dem Tier dann ein Leckerli. "Das genießen meist nicht nur die Tiere, sondern auch Herrchen und Frauchen", sagt die Tierärztin. Zu viele Leckerlis sind bei übergewichtigen Katzen jedoch keine so gute Lösung.

Wenn sich Katzen nicht mehr putzen: Wenn die Vierbeiner ihre Fellpflege vernachlässigen, kann eine Krankheit dahinterstecken. Den Tierarzt um Rat fragen.

Wenn Katzen immer an den Türen kratzen: Den Bereich vor der Tür (oder andere unerlaubte Stellen in der Wohnung) mit Alufolie auslegen. Das mögen Katzen nicht. Auch Doppelklebeband kann sie abschrecken.

Mit der Wohnungskatze spazieren gehen: Manche Katzen genießen das, andere lehnen es ab, schreckhafte Katzen sind dafür überhaupt ungeeignet. Das Brustgeschirr muss eng sitzen. Mehrere Tage hintereinander in der Wohnung üben.

Kommunikation: Um gut mit der Katze auszukommen, sollte man ein paar Dinge wissen. Schwanzwedeln bedeutet Unbehagen oder Nervosität, Schnurren Wohlbefinden. Wenn die Vierbeiner um die Beine streichen, markieren sie den Menschen mit ihren Drüsen. Wenn man Katzen zuzwinkert, beruhigt sie das. Nach gewisser Zeit zwinkern sie zurück. Miauen kann von zart bis aggressiv gemeint sein. "Manche Katzen quatschen richtig", sagt die Expertin.

Toiletten-Verweigerer: Auf das Kisterl zu gehen, lernen die Katzenkinder meist von ihrer Mutter. Wenn sie die Toilette plötzlich nicht mehr benützen, kann das verschiedene Ursachen haben: Das Tier ist für die Toilette zu groß geworden. Die Toilette ist zu schmutzig. Die neue Streu ist unerwünscht. Die Katze ist geschlechtsreif und nicht kastriert. Das Tier ist krank und hat zum Beispiel ein Nieren- oder Blasenleiden. Auch auf Veränderungen (neuer Partner, neue Möbel, …) können Katzen sensibel reagieren. Übrigens mögen Katzen lieber offene Toiletten, um den Überblick zu haben "und um zu sehen, wo der Feind ist."

Katzenbilder: Laden Sie Fotos von Ihren Felltigern hier hoch! Die besten Bilder werden in einer Fotogalerie auf nachrichten.at veröffentlicht.

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