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Oberösterreich

Mehr als 3400 Impfgegner zogen durch die Linzer Innenstadt

Von nachrichten.at/apa   08. Dezember 2021 18:33 Uhr

Die Demo vor dem Landhaus.

LINZ. Am Marienfeiertag fand in Linz erneut eine Corona-Demonstration statt.

Diesmal blieb es friedlich. Es gab aber 18 Anzeigen wegen Verwaltungsübertretungen. Die Maßnahmen-Gegner mobilisierten für die Großdemonstration am Sonntag. 

Nachdem Impfgegner auf den Tag genau vor einer Woche die Linzer Nibelungenbrücke blockiert und einen Kameramann attackiert hatten, stand die Polizei bei der heutigen Demonstration der Corona-Maßnahmengegner in Alarmbereitschaft.

Ab 14 Uhr versammelten sich vor dem von Beamten geschützten Landhaus mehr als 3400 Demonstranten, um unter dem Motto „Stoppt die Spaltung“ erneut verbal gegen die bevorstehende Impfflicht anzukämpfen. Beim anschließenden „Marsch“ durch die Linzer Innenstadt kam es diesmal zu keinen Verkehrsbeeinträchtigungen, die Polizei nahm 18 Anzeigen wegen diverser Verwaltungsübertretungen auf. Eine weitere spontane Kundgebung vor dem Landhaus, an der nach Ende der offiziellen Demonstration rund 150 Menschen teilnahmen, löste sich rasch wieder auf.

Kommenden Sonntag soll es in Linz erneut zu einer Großdemonstration kommen – sie wurde von den Verantwortlichen als „Loveparade der Ungeimpften“ angekündigt.

Linzer Apotheker in der Kritik

Indessen muss sich der Disziplinarrat der Apothekerkammer noch mit den Nachwehen der Corona-Demonstration vom 1. Dezember beschäftigen. Der Leiter einer Linzer Apotheke hatte sich vor laufender Kamera mit den Demonstranten solidarisiert und gemeinsam mit seiner Frau und einem Mitarbeiter in die „Wir sind das Volk!“-Sprechchöre der Maßnahmen-Gegner miteingestimmt. Die Apothekerkammer distanzierte sich von der Aktion ihres Mitglieds ausdrücklich, der unabhängige Disziplinarrat muss nun über die weitere Vorgehensweise entscheiden.

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