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Oberösterreich

"Logistische Probleme": Kritik an Tests in Schulen

Von OÖN   17. September 2021 00:04 Uhr

Die Testaktion in der Karlhofschule fand am Montag statt. 

LINZ / WIEN. Lehrervertreter berichten von Schwierigkeiten bei PCR-Tests. In Oberösterreich waren von 151.000 Tests insgesamt 80 positiv.

Die erste Schulwoche nach den Sommerferien geht zu Ende. Wie berichtet, starteten die Schüler landesweit ihr Wintersemester mit flächendeckenden Corona-Tests. Die Befürchtungen, dass der Beginn des Präsenzunterrichts die Infektionszahlen in die Höhe schrauben könnte, haben sich bisher nicht erfüllt. Denn von den 151.308 PCR-Tests, die am Mittwoch in den oberösterreichischen Schulen durchgeführt wurden, seien 80 positiv gewesen, hieß es aus der Bildungsdirektion. Insgesamt werden rund 194.000 Schüler gezählt, aber nicht alle Klassen, etwa in Berufsschulen, seien am Mittwoch anwesend gewesen.

Kritisch über den bundesweiten Schulbeginn – die Ostregion startete bereits am 6. September – äußerte sich hingegen der oberste Lehrervertreter Paul Kimberger: "Es gibt logistische Probleme in der Zulieferung, der Abholung, in den Laboren und bei den Rückmeldungen. Das hat alles nicht besonders gut funktioniert", so der Vorsitzende der ARGE Lehrer in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD).

Laut dem Lehrervertreter Thomas Krebs sollen in Wien zum Beispiel 70 Tests nicht abgeholt worden sein – im Ergebnis seien diese Tests aber als negativ ausgewiesen worden. Bundesschulsprecherin Alexandra Bosek verwies auf die Unterschiede zwischen den Bundesländern. Während es in Wien nicht so gut funktioniere, bekomme sie aus Niederösterreich gute Rückmeldungen. PCR-Tests würden zwar mehr Sicherheit bringen, "dafür machen sie das System auch komplizierter", so die Schülervertreterin. Aus dem Ministerium hieß es, dass 95 Prozent aller Tests ausgewertet worden seien.

Aus Oberösterreich kommen vorwiegend positive Rückmeldungen, laut Elternvertretern gab es bisher keine Beschwerden. "Insgesamt war die Organisation sehr gut", sagt Christian Armbruster, Direktor der HTL 1 Bau und Design in Linz. Die HTL verfügt über einen eigenen Bauhof an einem anderen Standort. "Auch dort sollte getestet werden", sagt der Direktor. "Als wir die Tests ins Hauptgebäude gebracht haben, war der Abholdienst schon weg." Insgesamt sei die Logistik bei 76 Klassen eine Herausforderung: "Da stößt man teilweise an seine Grenzen."

Mehr als 4000 aktive Fälle

Von Mittwoch auf Donnerstag wurden in Oberösterreich 430 Neuinfektionen registriert, insgesamt gab es mehr als 4000 aktive Fälle. Stabil blieb die Zahl der Spitalspatienten: 136 lagen auf einer Normalstation. Fast 78 Prozent sind nicht vollständig immunisiert. 34 Covid-Kranke lagen auf der Intensivstation. Von diesen waren 31 nicht oder nicht vollständig geimpft. Drei Frauen mit Vorerkrankungen sind verstorben. Es handelte sich um eine 77-Jährige, eine 85-Jährige und eine 94-Jährige. Bundesweit wurden binnen 24 Stunden 14 neue Todesfälle gemeldet.

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