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Linz

Vandalismus, Diebstähle und Müll: Tennisverein überlegt jetzt Platzsperre

Von Reinhold Gruber  10. April 2021 06:53 Uhr

Vandalismus, Diebstähle und Müll: Tennisverein überlegt jetzt Platzsperre
Sinnlos zerstörter Rasen

LINZ. Areal des ÖTB TV Urfahr in Harbach wird seit Monaten von Unbekannten verwüstet.

"Wir wollen nicht die Tore sperren und Kameras aufstellen, aber wir wissen gleichzeitig nicht mehr, wie wir sonst die Situation in den Griff bekommen können." Kira Schinko drückt die Stimmung in der (ehrenamtlichen) Führungsriege des ÖTB Tennisvereins Urfahr aus. Denn der beliebte "Seidlplatz" im Herzen von Harbach wird seit mittlerweile eineinhalb Jahren beschädigt, als Müllplatz zweckentfremdet, von Vandalen und Dieben heimgesucht. Zuletzt wurde diese Woche das Kids-Tennisnetz für das Kindertraining von der Sportanlage gestohlen.

Dass die Vorstandsmitglieder sprachlos und frustriert gleichzeitig sind, wird beim Blick auf die Ereignisse der vergangenen Wochen und Monate verständlich.

Da gab es Vandalismus (mit einem Feuerlöscher wurde etwa die gesamte Anlage samt der Spielfelder mit Schaum "beglückt"), Diebstähle (Netze, Abziehnetze …), Sachbeschädigungen (eingeschlagene Kühltruhe, umgestürzter Traktor), Einbrüche in die Gaststätte "Seidlgart’l" mit erheblichem Sachschaden und Müllablagerungen, als wäre die Tennisanlage eine Deponie.

Vandalismus, Diebstähle und Müll: Tennisverein überlegt jetzt Platzsperre
Müllablagerungen im großen Stil: Die Tennisanlage in Urfahr wird zweckentfremdet.

Dazu kamen dann noch Auto-Rowdies, die an den Wochenenden den Parkplatz des Tennisplatzes beim Merianweg zur Drifting- und Wettrennenzone umfunktionierten. "Dies wiederum ist auch für unsere Nachbarn gefährlich und unerträglich", so Schinko.

Der Parkplatz ist mittlerweile abgesperrt. Gleiches wird nun für die gesamte Anlage zwischen Merianweg und Bachlbergweg überlegt. In der nächsten Vorstandssitzung werde über die öffentliche Nutzung der Anlage durch Nicht-Mitglieder diskutiert. Die Probleme und Sorgen seien einfach zu groß für einen ehrenamtlich geführten Verein. Die Konsequenz wäre die vorübergehende Schließung der beiden Tore und eine intensivere Überwachung.

Mit der Polizei sind die Vereinsverantwortlichen im permanenten Austausch. "Die Polizei hat uns zugesichert, die Anlage öfters zu kontrollieren, doch bis jetzt hat das zu keiner Verbesserung geführt", so Schinko.

"Wir wollen eigentlich offen für alle sein, gerade in Zeiten wie diesen, wo es mit den Bewegungsmöglichkeiten vor allem für die Kinder ohnedies nicht zum Besten bestellt ist", sagt Vereins-Präsident Peter Nader. Es sei traurig, dass das offenbar in der heutigen Zeit nicht mehr möglich sei.

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Reinhold Gruber

Lokalredakteur Linz

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