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Linz

Urfahrmarkt ist abgesagt

Von nachrichten.at   13. September 2021 13:43 Uhr

Kein Feuerwerk am Jahrmarktgelände: Die Veranstaltung wurde vor wenigen Minuten abgesagt. 

LINZ. Nun ist es fix: Zum vierten Mal in Folge wird es keinen Urfahrmarkt in Linz geben. 

Den ersten Aufbauarbeiten am Jahrmarktareal in Urfahr werden schon bald Abbauarbeiten folgen. Allerdings ohne, dass es einen Herbstmarkt  gegeben hat. Seit Montagnachmittag ist es Gewissheit: Zum vierten Mal infolge wird es coronabedingt keinen Urfahrmarkt geben. Das haben Bürgermeister Klaus Luger (SP), der für Märkte zuständige Vizebürgermeister Bernhard Baier (VP) und Magistratsdirektorin Ulrike Huemer heute bekannt gegeben. Angesichts der Corona-Lage - derzeit liegt die 7-Tages-Inzidenz in Linz bei 250 -  sei diese Entscheidung leider unumgänglich gewesen, so der Tenor bei der Pressekonferenz.

Hintergrund der Absage ist eine neue Verordnung, die Bürgermeister Klaus Luger in seiner Funktion als Bezirkshauptmann auf Basis des Covid-19-Schutzmaßnahmengesetzes erlassen wird. Damit werden Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Besuchern ohne zugewiesene Sitzplätze untersagt, wodurch eine Abhaltung des Jahrmarktes unmöglich wird. Die angekündigte Verordnung, sie soll so schnell wie möglich erlassen werden, soll am 24. September in Kraft treten und soll vorerst für vier Wochen gelten. Der diesjährige Herbstmarkt hätte, wie berichtet,  von 2. bis 10. Oktober stattfinden sollen. 

"Klarheit schaffen"

Er hätte sich lieber als Ermöglicher gesehen, sagte Bürgermeister Luger. Es gelte aber zusätzliche Risikofaktoren, wie es solche Großveranstaltungen nun einmal seien, angesichts des beschleunigten Infektionsgeschehens zu vermeiden. Auch um Auswirkungen auf andere gesellschaftliche Bereiche wie Schule zu verhindern. "Es tut uns leid, aber diese Schutzmaßnahme ist einfach nötig. Wir können vor den epidemiologischen Entwicklungen die Augen nicht verschließen", sagt er. 

Nicht nur die steigenden Infektionszahlen plus Intensivbettenauslastung seien ein großer Unsicherheitsfaktor, auch mit Blick auf die noch ausstehende neue Verordnung des Bundes gebe es noch viele offene Fragen, hieß es weiter. "Es war klar, dass wir die Entscheidung so spät wie möglich treffen werden", sagt Vizebürgermeister Bernhard Baier (VP). Nun brauche es aber Klarheit für alle Beteiligten, Schausteller wie potenzielle Besucher. Diese sei mit der nun getroffenen Entscheidung, auch wenn diese schmerzhaft sei, gegeben. 

Dieser war ein zähes Ringen und viele Diskussionen vorangegangen. Denn die Hoffnung den Jahrmarkt diesen Herbst abhalten zu können war groß. Ein mehr als 50 Seiten starkes Präventionskonzept war ausgearbeitet worden, das je nach geltenden Regeln (Stichwort 3G oder 2G) adaptiert werden hätte sollen. Darin war u. a. auch vorgesehen, das Areal einzuzäunen und drei Ein- bzw. Ausgangsschleusen zu installieren. 

Kritik von der FPÖ

Vizebürgermeister Markus Hein (FP) zeigt sich per Aussendung enttäuscht über die heute verkündete Entscheidung. Nach der nun vierten Absage sollten mit Blick auf die Zukunft endlich Konzepte entwickelt werden, die eine Durchführung möglich machen, fordert er. "So wäre es beispielsweise sinnvoll, den Herbstmarkt nach vorne in die Sommermonate, wo die Infektionslage bekanntlich entspannter ist, zu verschieben anstatt wie dieses Jahr nach hinten."

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