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Linz

"Unser Start-up ist ein Produkt der Pandemie"

Von Julia Popovsky  02. Dezember 2021 00:04 Uhr

Tochter-Mutter-Tante: Sandra, Cornelia und Andrea Mitter

EFERDING/LINZ. Von Schmuck bis hin zu Dekoartikeln: Familie Mitter bietet kleinen Produzenten eine Plattform.

Es ist eine Reise, die in Linz– ausgelöst durch die Coronakrise – ihren Anfang nahm. Die Absagen von Veranstaltungen und Messen waren es, die Sandra, Cornelia und Andrea Mitter dazu bewogen haben, im November 2020 einen Pop-up-Store in der Linzer Schmidtorstraße zu eröffnen.

Schon damals war es dem Tochter-Mutter-Tante-Gespann, das Schmuck bzw. Accessoires designt, ein Anliegen, andere kleine, regionale und nachhaltige Unternehmer zu unterstützen, deren Produkte fanden ebenfalls in dem kleinen Laden Platz. Daher auch der Name "MiMiMi & Friends".

Die Erinnerung von Sandra Mitter an den Pop-up-Store ist eine gute, obwohl dessen Öffnungszeitraum von gleich zwei Lockdowns überschattet war: "Es war trotzdem ein voller Erfolg." Mit dem coronabedingten Zusperren war die Idee für einen Facebook-Onlineshop geboren – und der kam bei den Kunden sehr gut an.

Seit der Schließung des Pop-up-Stores zu Jahresende hat sich viel getan. Seit September betreiben die Mitters nun einen "professionellen" Online-Shop, in dem knapp 1300 Artikel von rund 80 österreichischen Produzenten zu finden sind (mimimiandfriends.at). Im Oktober folgte die Eröffnung ihres Concept Stores in der Eferdinger Schmiedstraße, dieser ist derzeit coronabedingt geschlossen. Eines sei klar, so Mitter, ohne Corona würde es den Laden und den Online-Shop nicht geben: "Unser Start-up ist ein Produkt der Pandemie." Mit Letzterem wollten sich die drei von den äußeren Umständen unabhängig machen, wie sie sagt. "Wir sehen die jetzige Situation als Chance, das Online-Geschäft zu forcieren." An Nachfrage mangelt es nicht: "Die Leute machen ihre Einkäufe jetzt von der Couch aus". Der Online-Erfolg ändert nichts daran, dass sich Mitter freuen würde, bald wieder aufsperren zu können: "Das Weihnachtsfeeling fehlt den Kunden online einfach."

Die Frage danach, wie das Arbeiten im Familienverbund funktioniert, entlockt ihr ein Lachen: "Natürlich ecken wir manchmal an, aber das Gute ist, dass wir genau wissen, wie die andere tickt."

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Julia Popovsky

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