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Linz

Schwere Zeiten für Linzer Taxifahrer: "Wir sind über jede Fahrt froh"

22. Februar 2021 00:04 Uhr

Schwere Zeiten für Linzer Taxifahrer: "Wir sind über jede Fahrt froh"
Mayr (l.) und Neuhold

LINZ. Die geschlossene Gastronomie und fehlende Touristen bremsen Taxibranche weiter aus.

Mit den Worten "schlecht, nach wie vor schlecht", kommentiert Renate Ragger, Obmann-Stellvertreterin von Taxi 6969, die Situation der Taxilenker in der Landeshauptstadt.

Die geschlossene Gastronomie und Hotellerie setzen der Branche ebenso schmerzhaft zu wie das Ausbleiben von Touristen und Veranstaltungen. Das Öffnen der körpernahen Dienstleister, allen voran der Friseure, habe die Nachfrage nach Taxifahrten zumindest etwas gesteigert: Letztlich sei es aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, sagt Ragger.

Die geltende Corona-Testpflicht habe gerade bei älteren Kunden die Lust am regelmäßigen Friseurbesuch und der damit verbundenen Taxifahrt gebremst – das zeige die Erfahrung der vergangenen Tage. Die Umsätze seien in der Krise bis zu 80 Prozent eingebrochen, vor allem in den Nachtstunden tue sich überhaupt nichts mehr, schildert Ragger.

Selbst kleine Öffnungsschritte in der Gastronomie, etwa ein Betrieb bis 20 Uhr, würden den Taxilenkern helfen: "Wir sind momentan über jede Fahrt froh." Nur ein kleiner Teil davon entfällt übrigens auf Botenfahrten, die Nachfrage danach sei in den vergangenen Monaten leider nicht maßgeblich gestiegen.

Botenfahrten als neues Angebot

Was dieses Thema angeht, ist der Optimismus bei Taxi 2244 ungleich größer. Das Unternehmen will in Linz nun mit Botenfahrten zum Fixpreis durchstarten. Die Idee zur dahingehenden Ausweitung des Angebotes wurde aber nicht erst in der Coronakrise geboren, sagt Pressesprecherin Eveline Hruza. Dennoch sei die Hoffnung auf eine verstärkte Nachfrage in der jetzigen Zeit von Homeoffice und Co. groß. Gebucht werden können die Botenfahrten von Privatpersonen genauso wie von Unternehmen, informiert Betriebsleiter Robert Neuhold. Geliefert werden nicht nur Arbeitsunterlagen und Kleinmöbel, sondern auch Essensbestellungen, beispielsweise von der "Liebhaberei" am Linzer Hauptplatz. Die wollte ihren Lieferdienst schon länger ausbauen, wie deren Geschäftsführer Robert Mayr sagt: "Und da die Taxis direkt vor unserer Haustür halten, war diese Kooperation naheliegend."

Wie Ragger spricht auch Hruza davon, dass sich auf den "Straßen deutlich weniger tut" und die Kunden ausbleiben. Daran könne auch die Tatsache nichts ändern, dass nun vermehrt Menschen, die zum Arzt wollen, statt mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit dem Taxi fahren. (jp)

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