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Linz

Neuer Radweg: Eine gute Lösung oder Mogelpackung?

15. Juni 2021 01:51 Uhr

Neuer Radweg: Eine gute Lösung oder Mogelpackung?
Ein Radweg mit Lücken: Keine freie Fahrt von Linz nach St. Florian.

LINZ/ST. FLORIAN. Diskutiert wurde schon viel darüber, nun soll noch heuer mit der Umsetzung des Radweges auf der ehemaligen Trasse der Florianerbahn gestartet werden.

Investiert werden 760.000 Euro, die Kosten teilen sich die Stadt Linz und das Land. Das Behördenverfahren für das Projekt sei weitgehend abgeschlossen, informierten gestern Verkehrslandesrat Günther Steinkellner und Stadtrat Michael Raml (beide FP). Als Baubeginn wird der heurige Herbst angepeilt.

Kostenpunkt: 760.000 Euro

Starten soll der Geh- und Radweg wie aktuelle Pläne zeigen nahe der Kreuzung Wiener Straße/Traundorfer Straße, geführt werden soll er weitgehend über die ehemalige Trasse der Florianerbahn. 3,5 Meter breit soll der kombinierte Geh- und Radweg werden, auf einem Teilstück vor der sogenannten Uferkurve und der Pichlinger Straße wird er über eine bestehende Aufschließungsstraße geleitet. Diese muss dafür auf fünf Meter verbreitet werden. Enden soll er auf der Kreuzung Pichlinger Straße/Schiltenbergstraße.

Dieser Endpunkt wirft für die Linzer Grünen Fragen auf: Denn wie kolportiert bis zur wenige Kilometer entfernten Gemeindegrenze von St. Florian führt der Weg damit nicht. Klubobmann Helge Langer spricht deshalb von einer "Mogelpackung" und fürchtet eine weitere Lücke im ohnehin löchrigen Linzer Radwegenetz: "Eine schnelle Radverbindung funktioniert nur dann, wenn man darauf durchgehend von A nach B fahren kann und nicht während der Fahrt erst recht wieder ein Stück auf die Fahrbahn ausweichen muss." Dadurch werde die Freude darüber, dass die lange diskutierte Verbindung nun endlich umgesetzt werden soll, getrübt, heißt es weiter.

Raml verwies gestern darauf, dass die nun vorgelegten Planungen, auf die man sich mit dem Land verständigt habe, die erste Bau-etappe des Projektes seien. Die Durchbindung bis St. Florian könnte in einer zweiten folgen, Zeit- und Kostenplan hierfür gibt es aber noch keinen. Er spricht von einer "sehr guten Lösung" für den Radverkehr, die Grünen sollten, so Raml, nicht immer "das Haar in der Suppe suchen".

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