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Neue Hundefreilaufzone im Wasserwald regt auf

Von Reinhold Gruber, 04. Juli 2024, 11:31 Uhr
Im Wasserwald ist die Freilaufzone für Hunde neu geregelt. Bild: privat

LINZ. Hundebesitzer verstehen Vorgangsweise der Stadt Linz nicht.

Wo verschiedene Interessen aufeinander prallen, kann das Konfliktpotenzial hoch sein. Im Linzer Wasserwald lässt sich dies gerade erleben. Es geht um die Hundefreilaufzone im Süden der Stadt. Sie ist eine von 18 ausgewiesenen Zonen in Linz, in denen Hundebesitzer ihre Vierbeiner ohne Leine frei laufen lassen können. Nun ist dort aber einiges anders.

Die ersten Beschilderungen der Linz AG (sie ist der Grundbesitzer) zeigen den Hundebesitzern an, dass sie ihre Gewohnheiten ändern müssen. Die Freilaufzone Wasserwald wurde mittels Verordnung geändert und entlang des Bereichs Am Langen Zaun verlegt.

Beschluss einstimmig

Der einstimmige Beschluss der Stadtregierung, der gerade umgesetzt wird, stößt den Hundebesitzern sauer auf. Eine Petition zum Erhalt der bisherigen Freilaufzone im Wasserwald wurde bisher von 2340 Menschen unterschrieben.

Ein Adressat davon ist Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FP), der zwar die Bedenken verstehen kann, in der neuen Regelung aber keineswegs einen Angriff auf Hundebesitzer sieht. "Wir haben lange diskutiert, um eine ideale Lösung zu finden", sagte Raml auf OÖN-Anfrage. Denn direkt an die alte Freilaufzone schließen ein Kinderspielplatz und ein Fitnessparcours an, zudem führe die Joggingstrecke durch die Zone.

Es habe Vorfälle mit Hunden gegeben, weshalb sich die Stadtregierung dazu entschieden habe, das Gebiet neu aufzuteilen, um "Zusammenstöße zu vermeiden". "Wir verlegen die Freilaufzone in den östlichen Bereich des Wasserwaldes Nord", sagte Raml. 21 Hektar würden zur Verfügung stehen. Dass es sich um ein "heißes Eisen" handelt, habe sich bei einem "sehr emotionalen" Lokalaugenschein am Montag der Woche gezeigt.

Wasserwald "leert sich"

Von Vorfällen sei ihr nichts bekannt, berichtete eine Hundebesitzerin den OÖN, die seit 30 Jahren hier unterwegs ist. Die neue Zone sei nur ein schmaler Streifen, mit der bisherigen Zone nicht zu vergleichen. Beim gestrigen Spaziergang hatte sie das Gefühl, dass "der Wasserwald leer ist".

Die "attraktivste Freilaufzone für bewegungsfreudige Hunde im gesamten Zentralraum" ohne Vorwarnung zu sperren und auf einen Minimalbereich zu verlagern, wertet eine andere Hundebesitzerin als "eine ziemlich heftige Aktion" der Stadt Linz.

Raml wirbt um Verständnis. Die Linz AG würde die Infrastruktur im Wasserwald verbessern, unter anderem mit neuen Sitzbänken. Und: Der Wasserwald sei auch in den anderen Bereichen von Hundebesitzern benützbar. Sie müssten ihre Hunde dort eben dann nur angeleint haben.

Hochemotionales Thema

Freilaufzonen machen aber nach Ansicht von Hundebesitzern Sinn. "Als Hundehalter ist man auf eine solche Fläche angewiesen, wenn man dem Hund artgerechte Haltung ermöglichen will", sagt eine Betroffene.

Dass es ein hochemotionales Thema ist, verdeutlich auch wieder die Ansicht eines OÖN-Lesers, der sich gerne sportlich betätigt. Seiner Meinung nach seien nicht die Hunde das Problem, sondern einige Hundehalter. Zudem würde das oberösterreichische Hundehaltegesetz juristisch über dem "Freilaufgebot" stehen und damit Vorrang haben. Das sollten Hundebesitzer auch wissen, argumentiert er.

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Autor
Reinhold Gruber
Lokalredakteur Linz
Reinhold Gruber

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21  Kommentare
21  Kommentare
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hermano (69 Kommentare)
am 14.07.2024 16:52

Linz ist halt eine Stadt der Autos und der Hunde. Im Hummelhofwald ist es das selbe: Eine große Freilaufzone für Hunde, direkt angrenzend Spazierwege und ein schöner Kinderspielplatz. Freilaufzonen gehören meiner Meinung nach ausnahmslos eingezäunt.

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Kodiak (1.189 Kommentare)
am 05.07.2024 12:01

Ist halt so, wie überall: Wegen ein paar Dodln, die sich nix schei...., wird halt es halt für alle (Hundehalter) schlechter.

Erst vor kurzem wieder am Austreifen, angrenzend am Pleschingersee erlebt, wo ein paar Hunde eine Treibjagd auf Wild veranstalten durften.

Und nein: ich werfe nichts den Hunden und der Hundehalter-Allgmeinheit vor, sondern nur diesen 2 Idioten, denen die Hunde offensichtlich gehörten.

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von_Sonnenfels (1 Kommentare)
am 04.07.2024 16:24

Der Wasserwald ist eine meiner Laufrunden in Linz. Ich bin vor 3 Jahren von Graz hergezogen und seitdem hatte ich dort schon mehrmals unangenehme Situationen mit Hunden, die ohne Leine unterwegs waren und mich ansprangen, mir nachliefen oder ähnliches. Das obwohl ich mich sehr defensiv gegenüber Hunden verhalte, eher ausweiche und auch nicht schneller oder langsamer werde. Es ist nie wirklich was passiert, aber ein unangenehmes Gefühl ist doch dabei.
Ich hab mich dann gefragt, warum mir das in Graz nie passiert ist: Es stellte sich heraus, in Graz gibt es überall außer in bestimmten eingezäunten Flächen absolute Leinenpflicht. In Linz ist hingegen fast jeden größere Grünfläche (Wasserwald, Bauernberg etc...) eine Hundezone.

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vonStrauch (5 Kommentare)
am 07.07.2024 12:30

Ja, genau, und im Wasserwald war es leider bisher so, dass die Hundefreilaufflächen extrem kompliziert verstreut waren – ein "Fleckerlteppich". Selbst mit Mühe hat man das nicht durchschaut und das wurde von Hundebesitzern dann gerne so interpretiert, dass der gesamte Wald Freilauffläche ist, inklusive Kinderspielplätze, Äcker usw.

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hermano (69 Kommentare)
am 14.07.2024 16:45

Ja da haben sie vollkommen recht. Linz ist halt eine Stadt der Autos und der Hunde. Im Hummelhofwald ist es das selbe: Eine große Freilaufzone für Hunde, direkt angrenzend Spazierwege und ein schöner Kinderspielplatz. Freilaufzonen gehören meiner Meinung nach ausnahmslos eingezäunt.

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gaietano (325 Kommentare)
am 04.07.2024 15:37

Hundeverordnungen sind vom Gemeindrat zu verabschieden. Da sind die Damen Herren Stadträte nicht kompetent genug und die Verordnung ist ungültig. So will es der Landesgesetzgeber den man da nicht igrnorieren kann. Auch nicht als stadtsenat :-o

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vonStrauch (5 Kommentare)
am 07.07.2024 12:33

Die Verordnung wurde einstimmig im Gemeinderat verabschiedet.

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HelgaS (10 Kommentare)
am 04.07.2024 14:51

Ich verstehe nicht, warum plötzlich ein "Miteinander" und Rücksichtnahme nicht menr gefagt sind.
Es gibt sicher Vorfälle mit Hundehaltern, genauso aber mit rücksichtslosen Radfahrern und Joggern, die glauben, der Wasserwald ist bei Schönwetter nur für sie da.
Nach einem sonnigen Wochenende sieht man, wie dieses Naherholungsgebiet hinterlassen wird.
Und wegen Einzelfällen, die jemandem nicht in seine Vorstellung passen, werden alle Hundehalter in Sippenhaftung genommen.

Das Problem mit der neuen Frelaufzone:
Es gibt kaum Schattenbereiche. Eine Zufahrtsstrasse zu den Wohnhäusern führt direkt durch. Es gibt keine Wassserstelle für Hunde. Es gibt keine Bänke. Der gesamte Bereich ist nur durch ein paar Büsche vom Langen Zaun getrennt. Am Langen Zaun gilt Temp 50, das kaum eingehalten wird. Wenn im Winter das Laub weg ist, sieht man durch bis zur Strasse. Auf dem Feld tummeln sich Hasen. Die Wege - eher Trampelpfade - sind für alte Hundehalter bei Regenwetter kaum begehbar.

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vonStrauch (5 Kommentare)
am 07.07.2024 12:44

Ich verstehe deine Bedenken. Die "neue" Freilauffläche war früher eine Leinenpflichtzone, die jedoch oft von freilaufenden Hunden genutzt wurde. So schlecht kann es also nicht gewesen sein, dass sie jetzt offiziell als Freilauffläche gilt.

Zum Thema "Miteinander": Viele Menschen ohne Hunde fühlen sich unwohl wenn sie durch die überall (auch in den Verbotszonen) freilaufenden Hunde angesprungen, abgeschleckt, umgeworfen, angebellt, usw. werden und mieden daher den gesamten Wald, wurden quasi "rausgeekelt".

Auch wenn es Probleme mit rücksichtslosen Radfahrern und Joggern gibt, sollte das Ziel sein, ein angenehmes Miteinander für alle zu ermöglichen. Klare Regeln und abgetrennte Bereiche wo jeder seines Weges gehen kann können helfen, Konflikte zu verringern und das Erholungsgebiet für alle zugänglich zu halten.

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HelgaS (10 Kommentare)
am 08.07.2024 15:20

Die neue Freilauffläche wurde bisher vorwiegend von Hundehaltern genutzt, deren Hunde mit anderen Hunden unverträglich sind.

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Schina (77 Kommentare)
am 04.07.2024 14:12

Hunde in der Stadt sind doch für das Tier und hundelose Mitmenschen eine Belastung, in der Landschaft/ Natur auch für viele andere Tiere.
Kleine Hunde für einsame Alleinlebende sind natürlich wichtig .
Sehr oft dienen Hund heute vornehmlich als schickes Accessoire, so wie die Fake-Gucci-Tasche oder der stylische Wagen.

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Fisch101 (280 Kommentare)
am 04.07.2024 12:38

wer einen "lauffreudigen" Hund hat, soll sich den halt im Garten laufen und vollsch... lassen. Und wenn man keinen Garten hat, kann man sich auch keinen Hund anschaffen.
Warum soll die Allgemeinheit dafür aufkommen und sich einschränken lassen?

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HelgaS (10 Kommentare)
am 04.07.2024 14:32

Hunde laufen nicht nur auf einem Wiesenstück im Kreis - eigenartige Vorstellung von einem Hundespaziergang. Und wenn die Hunde ihr Geschäft machen, putzen die Hundehalter das weg.
Im Gegenzug werden Bänke beschmiert und zerstört, Mülleimer runtergerissen, der Müll einfach fallengelassen - nicht von Hunden. Das zahlen auch WIR ALLE.
Sehen Sie im Wasserwald ins Gebüsch. Die Hinterlassenschaften inklusive Taschentüchern stammen nicht von Hunden!

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CedricEroll (11.866 Kommentare)
am 04.07.2024 14:46

"Und wenn die Hunde ihr Geschäft machen, putzen die Hundehalter das weg."

Ihnen glaub ich das. "Die", also alle, Hundehalter tun das aber mitnichten,

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HelgaS (10 Kommentare)
am 04.07.2024 14:57

Dann kontrollieren Sie einmal die Mülleimer und die Hundekackstationen.
Ich bin täglich im Wasserwald und sehe selten jemanden, der nicht wegräumt. Das kommt meist am Wochenende vor, wenn "Ausflügler" einen Abstecher in den Wasserwald machen und ihre Pflicht nicht kennen. Jeder Hundehalter, den ich kenne, hat seine Gassisackerl dabei oder entnimmt sie bei den Stationen. Und die schwarzen Schafe weisen wir darauf hin.

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gaietano (325 Kommentare)
am 04.07.2024 15:39

Watum muss die Allgemeinheit solche Dodeln wie dich ertzragen? Selbe Frage ...

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Fuchsfreund (475 Kommentare)
am 04.07.2024 12:13

tradiwaberl

Es geht doch in dem Artikel nicht darum, Hunde "mitten in der Stadt" frei laufen lassen zu wollen/müssen; sondern darum, dass eine BESTEHENDE Freilaufzone (die sicherlich auch den allermeisten, hundelosen Anrainern bekannt ist) verlegt/verkleinert/geändert werden soll... also keine zusätzliche Einschränkung für die hundelosen Benützer des Wasserwaldes!

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tradiwaberl (15.779 Kommentare)
am 04.07.2024 11:55

Warum meinen Hundebesitzer, dass sie ein Recht darauf hätten ihren Hund mitten in der Stadt frei laufen lassen zu können ?
Klar würde der Hund das wollen.
Aber das wollen die Menschen dort nicht. Und die haben ja hoffentlich Vorrang !!
Wenn da wer seinen Hund unbedingt so "artgerecht" halten will, dann ist eine Stadt so oder so der falsche Ort.

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HelgaS (10 Kommentare)
am 04.07.2024 15:14

Mitten in der Stadt? Wo leben Sie? Kennen Sie den Wasserwald überhaupt oder schreien Sie gern nur generell herum?

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gaietano (325 Kommentare)
am 04.07.2024 15:40

Ich mag die RennradfahrerInnen in der Stadt absolut nicht! Haben Sie vorschläge, wie ich do los werde? Mag der Stadtsenat da baldigst was ändern?

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (27.604 Kommentare)
am 04.07.2024 11:45

Man sollte sich lieber bei denjenigen Hundebesitzer:innen bedanken, die ihr Tier nicht im Griff haben und total unerzogen rumlaufen lassen!

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