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Linz

Neubau statt Sanierung: Leonding plant ein modernes Schulzentrum

29. Januar 2022 06:12 Uhr

Neubau statt Sanierung: Leonding plant ein modernes Schulzentrum
Desolate Volksschule

LEONDING. Alles neu am alten Standort ist nun die Devise für die Volksschule und Musikmittelschule Leonding. Das hat der Gemeinderat am Donnerstag mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und Grünen beschlossen.

Dem waren viele Debatten vorangegangen, lange war ungeklärt, ob saniert oder doch neu gebaut werden soll. Und auch die Frage, wo das passieren soll, ob auf dem bestehenden Areal am Alhartinger Weg bzw. in der Ruflinger Straße oder eben nicht, war immer wieder Thema.

Nach einer durchgeführten Standortanalyse standen im Gemeinderat am Donnerstag letztlich noch zwei Varianten, sprich Standorte zur Auswahl – neben dem bestehenden war einer in der Hainzenbachstraße (ebenfalls im Leondinger Zentrum) noch im Rennen. Schon zuvor standen, wie berichtet, die Zeichen auf Neubau am gewohnten Gelände, allen voran deshalb, weil ebenda keine neuen Grünflächen versiegelt werden müssen.

Geplant ist nun, dort ein modernes und flexibles Schulzentrum zu errichten, die alten Gebäude beider Schulen werden abgetragen. Ob der neuere Verbindungstrakt zwischen den beiden Schulen erhalten bleiben kann, soll geprüft werden, so Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek (SP). Darüber hinaus soll eine großzügige Sportschulanlage entstehen, der Hort Spillheide soll ebenfalls in die Räumlichkeiten übersiedeln. Rund 100 zusätzliche Volksschulkinder sollen in dem neuen Zentrum Platz finden. In Diskussion ist zudem die Errichtung einer Tiefgarage (dieser Vorschlag soll auch geprüft werden), ein Verkehrskonzept soll jedenfalls Teil der architektonischen Vorschläge für das neue Schulzentrum sein.

Naderer-Jelinek ist überzeugt davon, "dass hier ein schöner Ort des Lernens entstehen wird, wo sich Kinder und Lehrer wohlfühlen werden". Das Schulkonzept soll nun in einem nächsten Schritt der Bildungsdirektion und Bildungslandesrätin Christine Haberlander (VP) präsentiert werden, danach soll eine eigens gegründete Steuerungsgruppe ihre Arbeit aufnehmen. Ebenso stehen Gespräche mit Direktoren und Eltern auf dem Programm, diese sollen, so die Ankündigung, in die Planungen einbezogen werden.

Bis Jahresende sollen alle Ausschreibungen und Vorarbeiten für den Neubau abgeschlossen sein. Eine Bauzeit von rund vier Jahren ist bis zur Fertigstellung veranschlagt. Rund 43 Millionen Euro wird die Stadt in das neue Schulzentrum investieren, die Kosten für eine potenzielle Tiefgarage (vier Millionen Euro) sind darin bereits enthalten.

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