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Linz

Linz trauert um Ex-Kontrollamtschef Klug

30. Juni 2022 11:46 Uhr

Friedrich Klug hat als Kontrollamtsdirektor und Chef der Linzer Lokalbahn viel für die Stadt Linz getan. Am 29. Juni ist er im 79. Lebensjahr verstorben.

LINZ. Die Stadt Linz trägt Trauer: Friedrich Klug, mehr als drei Jahrzehnte lang Leiter des Kontrollamtes, ist im 79. Lebensjahr verstorben.

Klug war von 1974 bis 2009 Leiter bzw. seit 1979 Direktor des Kontrollamts der Stadt Linz und wirkte auch als Generaldirektor der Linzer Lokalbahn AG.

„Mit Friedrich Klug verliert die Stadt Linz eine Persönlichkeit, die im wahrsten Sinn des Wortes ihr Leben dem Gemeinwohl, dem Miteinander und dem bestmöglichen Zusammenleben in kommunalen Strukturen gewidmet hat. Besondere Anerkennung gebührt Klug für sein Engagement als am längsten amtierender Chef des Kontrollamtes, als Wissenschaftler sowie als Mitbegründer des Fachhochschul-Standortes Linz. Auch seine Verdienste im Hinblick auf die Attraktivierung der Linzer Lokalbahn sind herausragend“, würdigt Bürgermeister Klaus Luger namens des Linzer Stadtsenats und Gemeinderats das Lebenswerk Klugs, der am 29. Juni im 79. Lebensjahr verstorben ist.

Das Stadtparlament wird den Leistungen von Klug im Rahmen einer Trauerminute in der Gemeinderatssitzung heute, Donnerstag Nachmittag, gedenken.

Friedrich Klug wurde 1944 in Wien geboren. Im Alter von sechs Jahren übersiedelte er mit seinen Eltern nach Linz, wo er 1963 an der Handelsakademie Rudigierstraße maturierte. Anschließend begann sein Dienst bei der Stadt Linz, zunächst als Mitarbeiter des gehobenen Rechnungsdienstes, der Stadtwerke, eines Vorgängerbetriebs der heutigen Linz AG, der Stadtkasse sowie im Amt für Anstalten und Betriebe, wo er die Wirtschaftsabteilung leitete.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit begann Friedrich Klug eine wissenschaftliche Ausbildung an der damaligen Hochschule für Welthandel, die er mit dem Titel Diplomkaufmann abschloss.

Es folgten der Abschluss eines Betriebswirtschafts-Studiums an der Linzer Kepler-Universität, die Promotion zum Doktor der Handelswissenschaften sowie ein weiterer Abschluss im Fach Wirtschaftspädagogik. 1974 wurde Friedrich Klug Leiter des Kontrollamts der Stadt Linz und 1979 Kontrollamtsdirektor.

Er wirkte mit Empfehlungen bei der Magistratsreform mit und setzte sich für eine schlanke Verwaltung ein. Dazu kamen seine Tätigkeiten als Lehrer für kaufmännische Fächer an Berufsschulen oder auch als Lehrbeauftragter bzw. Dozent der Johannes Kepler Universität.

Von 2000 bis 2009 war Friedrich Klug mit seiner Expertise zudem Vorsitzender sowie gefragtes Mitglied des Fachausschusses für Kontrollamtsangelegenheiten des Österreichischen Städtebundes.

Der Name Friedrich Klugs ist auch eng mit dem der Attraktivierung der Linzer Lokalbahn, verbunden. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass die LILO wieder ein modernes, stark frequentiertes und zukunftsträchtiges Nahverkehrsmittel geworden ist.

Ab 2001 wirkte Klug entscheidend an der Etablierung des Fachhochschulstandortes Linz mit, wobei der Aufbau der Studiengänge Verwaltungsmanagement und Medizintechnik sowie des Lehrganges „Akademischer Verwaltungsmanager“ seine Handschrift tragen. Von 2004 bis 2006 hat Klug auch den Fachhochschul-Studiengang Verwaltungsmanagement und den Lehrgang für Weiterbildung geleitet.

Ab 1999 trug er in der Koordinationsstelle Medizinstudium dazu bei, dass viele Linzer Medizinstudent und Praktikaplätze in Linzer Spitälern erhielten. Seit 1997 fungierte Friedrich Klug als Herausgeber der Schriftenreihe „Kommunale Forschung in Österreich“ des Institutes für Kommunalwissenschaften, dem er als Institutsleiter vorstand. Die Verdienste von Friedrich Klug wurden bereits 1992 mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich gewürdigt.

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