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Linz

Keine Beleuchtung zu Weihnachten in der Stadt Linz: FP ist strikt dagegen

Von Reinhold Gruber  10. August 2022 00:04 Uhr

Keine Beleuchtung zu Weihnachten in der Stadt Linz?
Bleiben Engerl heuer im Keller?

LINZ. Weihnachten ist noch weit, aber eines scheint jetzt schon festzustehen: Die vorweihnachtliche Beleuchtung könnte in Linz wohl etwas weniger hell ausfallen und kürzer oder gar nicht leuchten. Entschieden ist nichts, aber politisch wird schon debattiert.

Einschränkungen sind angesichts der Energiekrise infolge des Ukraine-Krieges in Diskussion. Wie sie konkret aussehen könnten, ist derzeit noch offen. Wien hat sich schon für weniger Festbeleuchtung zu Weihnachten ausgesprochen.

Zuständig ist für Linz Bürgermeister Klaus Luger (SP), der die OÖN aus dem Urlaub wissen ließ, dass er nach seiner Rückkehr nächste Woche mit den Wirtschaftstreibenden darüber reden werde, "was wir tun". Zeit habe man noch genug.

Auch wenn er den Gesprächen mit City Ring und City Management nicht vorgreifen wolle, halte er Vorschläge, wie die Beleuchtung stundenweise abzuschalten oder nur am Sonntag aufzudrehen, für "halbseidene Lösungen": "Das ist Symbolpolitik."

"Ganz oder gar nicht"

Da die Weihnachtsbeleuchtung in der Landstraße über den Hauptplatz und die Nibelungenbrücke, in der Hauptstraße sowie beim Südbahnhofmarkt extra aufgehängt werden muss, was mehrere Tage in Anspruch nimmt, stellt sich für Luger die Frage, ob man sich diese Arbeit erspart und die Lichter für heuer ausnahmsweise gleich im Keller lässt. "Entweder machen wir es ganz oder gar nicht."

Die für Märkte zuständige Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer (VP) ist, was die Beleuchtung der Weihnachtsmärkte betrifft, offen und flexibel. Luger sieht diese Beleuchtung differenzierter, denn hier würden die Lichter zusammen mit den Hütten aufgestellt.

FP gegen Abschaffung

Geht es nach Stadtrat Michael Raml (FP), dann wird an der Weihnachtsbeleuchtung in der Linzer Innenstadt nicht gerüttelt. Die festliche Beleuchtung sei nicht wegzudenken. Raml argumentiert auch mit dem wirtschaftlichen Aspekt, immerhin habe die Stadt bislang nicht umsonst jährlich mehr als 300.000 Euro dafür ausgegeben. "Eine ersatzlose Abschaffung kommt für mich nicht in Frage, ich bin aber für innovative Neuerungen offen", sagt Raml und spricht sich für eine "energiesparende Neuanschaffung" der in die Jahre gekommenen Weihnachtsbeleuchtung aus.

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Artikel von

Reinhold Gruber

Lokalredakteur Linz

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