Lade Inhalte...

Linz

In Linz sind ab Freitag "Scooter-Sheriffs" im Einsatz

25. Mai 2022 00:04 Uhr

In Linz sind ab Freitag "Scooter-Sheriffs" im Einsatz
Ziehen an einem Strang: Daniel Fuchs-Bauer (Tier), Laurenz Vavrovsky (Link) und Francis Rivera (Lime) (v.l.)

LINZ. Die Ordner sollen das Wildparken der E-Scooter unterbinden - die Kosten für diese Maßnahme tragen die Betreiber selbst.

Sie sind ein Ärgernis in der Stadt und nebenbei auch Gefahrenquelle: Auf die wild und achtlos in Linz abgestellten E-Scooter werden ab Freitag eigene "Sheriffs" ein wachsames Auge haben. Das ist eines der Ergebnisse des "Scooter-Gipfels", zu dem der zuständige Vizebürgermeister Martin Hajart (VP) die drei Betreiberfirmen Tier, Lime und Link/Superpedestrian eingeladen hatte.

Die Beschwerden über die an allen möglichen und unmöglichen Stellen abgestellten E-Scooter haben in den vergangenen Monaten in Linz, wie von den OÖN berichtet, zugenommen. Es gibt zwar einen mit den Verleihfirmen ausgearbeiteten und verbindlichen Verhaltenskodex, zuletzt wurde aber deutlich, dass dieser nicht auszureichen scheint.

Auf der Suche nach technischen und personellen Lösungen sieht Hajart in einem ersten Schritt die Betreiber in ihrer Eigenverantwortung gefordert, wie er im OÖN-Gespräch sagt. Ein erster Erfolg davon ist bereits bald zu sehen.

Ab Freitag dieser Woche werden ähnlich wie in Wien eigene Ordner seitens der Firmen eingesetzt. Die "Scooter-Sheriffs" sollen dafür sorgen, dass das Wildparken der E-Scooter unterbleibt, und gleichzeitig darauf achten, dass alle sonstigen Bestimmungen eingehalten werden.

Neues Beschwerdemanagement

In Diskussion bzw. Planung ist darüber hinaus die Einrichtung von weiteren Parkverbotszonen und verpflichtende Abstellflächen. Dieser Ansatz gelte für Haltestellenbereiche und Flächen bei Schulen genauso wie für die Umgebung von Altenheimen und Krankenhäusern.

Innerhalb der kommenden zwei Wochen sollen die Betreiber nun konkrete Maßnahmenvorschläge ausarbeiten, dann soll das neue "Verhaltenspaket" geschnürt werden. Im Fokus stehen dabei ein effizientes Abstell- und Parkmanagement, das Ausmaß der Flottengröße samt Zoneneinteilung und Zonenhöchstgrenzen sowie ein verbessertes Beschwerdemanagement. Ziel sei hier, dass auf Beschwerden betreiberübergreifend und zeitnah reagiert werde.

Allen drei Betreibern ist eines wichtig: gemeinsam die Akzeptanz innovativer Mobilitätslösungen zu erhöhen. Dafür bedürfe es gemeinsamer Lösungen und konstruktiver Zusammenarbeit aller Anbieter, die in Linz ihren Service anbieten wollen. Gefragt sind hier aber auch die E-Scooter-Fahrer selbst – diese müssen sich, wie Hajart sagt, darüber im Klaren sein, dass durch das ungeordnete Abstellen von E-Scootern andere Menschen gefährdet werden.

Interessieren Sie sich für diesen Ort?

Fügen Sie Orte zu Ihrer Merkliste hinzu und bleiben Sie auf dem Laufenden.

47  Kommentare 47  Kommentare