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Linz

Blutige Fehde in der Franckstraße

Von nachrichten.at   22. Juni 2021 15:51 Uhr

LINZ. Eine Auseinandersetzung zwischen einem Russen und fünf Afghanen im Keller eines Hauses in der Linzer Franckstraße hat am Dienstag blutig geendet.

Beteiligt waren laut Polizei ein 22-jähriger Russe aus Linz, dessen Arbeitskollege sowie fünf Afghanen. Der junge Russe hatte sich gegen 17.30 Uhr von seinem Kollegen zu dem Haus in der Franckstraße fahren lassen. Als ein noch unbekannter Afghane ins Auto stieg, kam es zu einem Streit, wonach sich dieser mit dem Autoschlüssel davon machte. Der Russe und der Fahrer gingen daraufhin in das Haus. Bald machten die beiden erneut Bekanntschaft mit dem afghanischen Kontrahenten, der diesmal aber in Begleitung von vier Landsmännern war. Die Begleiter beschädigten den abgestellten Pkw, während der Unbekannte im Haus auf den 22-Jährigen traf. Es kam zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung der beiden. Die vier jungen Männer bemerkten das und versuchten, sich ebenfalls Zutritt zu verschaffen. Das wollte jedoch der Begleiter des jungen Russen verhindern, indem er sich gegen die Hauseinangstür stemmte. Die Gruppe sah Rot, zertrümmerte die Glastür. Einer von ihnen, ein 23-jähriger Afghane, zog sich dabei eine schwere Schnittverletzung am Unterschenkel zu. Nachdem das Quartett die Tür eingetreten hatte, eskalierte die Situation im Keller des Hauses. Der 22-Jährige wurde von einem der Männer, den die Ermittler bisher nicht identifizieren konnten, durch einen Messerstich schwer verletzt. Schließlich flüchteten die Angreifer in verschiedene Richtungen. 

Der 22-Jährige schaffte es noch, vom Keller zum Auto zu gehen, brach dort aber zusammen. Er hatte bereits viel Blut verloren. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde der Schwerverletzte ins Kepler Klinikum gebracht.

Ein Polizist wurde außer Dienst Zeuge des Geschehens. Er war gerade mit dem Rad unterwegs, als er beobachtete, wie vier Männer die Haustüre eintraten. In der Annahme, es würde sich um eine Sachbeschädigung handeln, wählte er den Notruf. Zeitgleich sah er noch, wie die Männer aus dem Haus liefen. Er nahm die Verfolgung zweier Männer auf, sodass kurze Zeit später die Handschellen klickten. Der 23-jährige Afghane, der sich beim Eintreten der Tür schwer verletzt hatte, wurde ins Linzer Unfallkrankenhaus gebracht. Inzwischen befinden sich er und der zweite Festgenommene im Polizeianhaltezentrum. "Bei ihren Einvernahmen liefern sie bislang keine zweckdienlichen Hinweise auf die anderen", berichtet die Landespolizeidirektion am Dienstag. Den 22-Jährige, der sich nun im Kepler Klinikum befindet, habe man bisher nicht befragen können. Die Ermittlungen sind am Laufen.

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