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Beim Gasthaus Daxleitner ist vorerst Schluss

Von Karin Haas   20.Dezember 2019

Beim Gasthaus Daxleitner ist vorerst Schluss
Sind am 31. Dezember den letzten Tag Wirtsleute: Kerstin Jansen und Gerald Vlaseck.

"Wir stehen noch unter Schock", sagt Kerstin Jansen, die Gattin des Gasthaus-Daxleitner-Pächters Gerald Vlaseck. Der gebürtige Steyregger Koch hatte, heimgekehrt aus Spanien, erst heuer im Frühjahr das beliebte Ausflugsgasthaus Daxleitner am Pfenningberg bei Linz vom langjährigen Wirt und Eigentümer Max Hametner übernommen, der in Pension gehen wollte.

Von Beginn an Probleme

Doch nun zieht Hametner die Reißleine und hat dem Pächter per Ende des Jahres gekündigt. Zuvor hatte es immer wieder trotz großer Anstrengungen der beiden "Neuen" geholpert.

In Internetforen wurde nach dem Aufsperren im März bemängelt, dass der Gästeansturm an schönen Tagen nicht abgearbeitet werden konnte. Obendrein wurde immer wieder Kritik am Service, an der Art des neuen Wirtes und an der wechselnden Qualität der Speisen laut.

"Wir haben zuletzt gut Tritt gefasst. Mein Mann ist wieder gesund, und es ging richtig aufwärts", sagt Pächtergattin Kerstin Jansen auf Anfrage. Auch ein junger Kellner, den man im Oktober eingestellt habe, hänge nun in der Luft, so Jansen.

Ihr Ehemann Gerald Vlaseck nimmt die kurzfristig bekannt gemachte Entscheidung des Verpächters augenscheinlich resignierend hin. "Wir könnten schon streiten, weil wir so kurzfristig gekündigt wurden. Aber das bringt ja nichts", sagt Vlaseck. Er will jedenfalls bis zum letzten Tag aufsperren. Die "normalen" Öffnungszeiten Mittwoch bis Sonntag werden beibehalten. So ist in der Weihnachtswoche auch am Stephanitag, 26. Dezember, geöffnet. Erst am 31. Dezember ist mit dem letzten Vlaseck-Tag bei Daxleitner endgültig Schluss. Was dann ist, weiß Vlaseck noch nicht.

Von Selbstständigkeit geheilt

"Wir sind jedenfalls von der Selbstständigkeit geheilt", sagt Gattin Kerstin. Daxleitner-Eigentümer Max Hametner war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Guten Bekannten gegenüber bestätigte er die Kündigung. Auch während der Verpachtung des Lokals war Hametner immer wieder zur "Stammgästebetreuung" anwesend. Er hat das Lokal viele Jahre lang mit Gattin Christa und seiner Schwester Gerti erfolgreich geführt und wohnt auch im Objekt. Wie es mit dem Wirtshaus weitergeht, soll noch offen sein.

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