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Linz

Begrünungen auf Hausdächern und Fassaden sollen Linz abkühlen

19. April 2019

Begrünungen auf Hausdächern und Fassaden sollen Linz abkühlen
Vorbild Wien: wie dort soll sich auch in Linz die Fassaden- und Dachbegrünung künftig durchsetzen.

LINZ. Die Tage werden wieder wärmer und liefern einen ersten Vorgeschmack auf den Sommer. Und dass dieser allen voran in der Innenstadt ziemlich heiß werden kann, wissen die Linzer noch gut von vergangenem Jahr.

Die Linzer Grünen haben nun ein Maßnahmenpaket zum Schutz vor solchen städtischen Hitzeinseln ausgearbeitet. "Es muss jetzt endlich etwas weitergehen", sagt die grüne Umweltstadträtin Eva Schobesberger. "Dach- und Fassadenbegrünungen können in der Sommerhitze unsere Innenstadt kühlen und so unsere Lebensqualität steigern", führt sie weiter aus. Ihre Partei fordert schon seit langem einen "Hitzeinsel"-Plan für die Landeshauptstadt nach dem Beispiel Wiens, bisher allerdings erfolglos: "Die dortigen Ergebnisse zeigen, dass in Straßenzügen bei entsprechender Begrünung die gefühlte Temperatur um bis zu 14 Grad gesenkt werden kann."

Beratung und Förderung

In der Gemeinderatssitzung im vergangenen September wurde das Thema der Fassadenbegrünung dem Umweltausschuss bzw. dem Ausschuss für Stadtgrün und Straßenbetreuung zugewiesen. Das vom Umweltressort nun ausgearbeitete Paket umfasst neben einem Fördermodell für Dach- und Fassadenbegrünungen, das mit den Mitteln der Umweltförderung umgesetzt werden soll, auch die Erstellung einer Informationsbroschüre sowie eine Erstberatung für Interessierte. Zudem soll im Sommer der mobile Ausstellungsraum "Mugli" der Kompetenzstelle "Grün statt Grau" in Linz Halt machen und über die Begrünungsmöglichkeiten informieren. Im nächsten Gemeinderat wird über das Paket abgestimmt: "Wenn ein Beschluss gefasst wird, kann es sofort losgehen."

Ziel sei es, bei den Menschen ein Bewusstsein für die Maßnahmen zu schaffen: "Darüber hinaus können wir mit der Förderung einen weiteren Anreiz setzen." Sorgen über Schimmel oder eine steigende Anzahl von Insekten durch die Begrünung müsse man sich keine machen, so die Stadträtin. "Wichtig ist, dass es von Fachleuten gemacht wird und natürliche Räume geschaffen werden." Denn eine unnatürliche, helle Fassadenbeleuchtung könne vermehrt Insekten anziehen.

Neben den erarbeiteten Vorschlägen werden auch im Rahmen des EU-Projekts "Clarity" Maßnahmen gegen die Entstehung von städtischer Überhitzung erhoben. "Denkbar wäre etwa ein Tool, bei dem ersichtlich wird, welche Wirkung eine Maßnahme für ein bestimmtes Haus in Linz bringen könnte", sagt Schobesberger. Weiters werde gerade untersucht, wie das bereits vorhandene Wissen zum Thema in der Praxis genutzt werde, darauf aufbauend soll eine "Stadtklimastrategie" für Linz erarbeitet werden.

Die Umweltstadträtin fordert auch ein Umdenken in der Verkehrspolitik: "Es geht eindeutig in die falsche Richtung, wenn immer neue Autobahnen und Anschlüsse gebaut werden." (jp)

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