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Linz

Begrünung in der Stockhofstraße als "Nagelprobe" für weitere Projekte

15. Januar 2020 00:04 Uhr

Begrünung in der Stockhofstraße als "Nagelprobe" für weitere Projekte
Mehr Bäume und weniger Parkplätze sieht das Konzept für die Stockhofstraße vor.

LINZ. Es soll das erste Vorzeigeprojekt im Zeichen der neuen Klimaphilosophie werden, doch schon vor Beginn der Arbeiten gibt es Kritik.

Die Rede ist von den geplanten Begrünungsmaßnahmen in der Stockhofstraße. Dort sollen im Zuge der heuer anstehenden Sanierungsarbeiten acht neue Bäume gepflanzt werden und eine Art "Allee" entstehen. Dafür müssen jedoch Parkplätze verschwinden. Zum Ärger einiger Unternehmer in der Straße.

"Die Geschäfte werden aussterben, wenn die Kunden nicht mehr direkt davor parken können", sagt Initiativen-Sprecherin Karin Hofmann von "Intertyp Buchstaben-Werbeschilder". Die verbleibenden Parkplätze seien zu wenig: "Man muss ein gesundes Mittelmaß finden, hier müssen nicht so viele Bäume gepflanzt werden." Wie eine zufriedenstellende Lösung aussehen könnte, soll nun Ende dieser Woche bei einem Termin mit Bürgermeister Klaus Luger (SP), Vizebürgermeister Markus Hein (FP) und Vizebürgermeister Bernhard Baier (VP) besprochen werden.

Zahl der Bäume bleibt

Für Hein ist jetzt schon eines klar: "Wenn wir beim ersten Gegenwind einknicken, können wir die Bauminitiative gleich in die Tonne treten." An der Anzahl der geplanten Bäume werde sich nichts ändern: "Diesen Interessenkonflikt zwischen Begrünung und vermeintlich nicht ausreichenden Parkplätzen wird es künftig immer wieder geben." Die Argumentation "keine Parkplätze, kein Geschäft" greife zu kurz, so Hein weiter.

Wie berichtet ist geplant, in der Stockhofstraße die Parkplätze bei den vier japanischen Schnurbäumen aufzulassen und eine durchgehende Grünfläche zu schaffen. Mit dem Ziel, den Bestand der Naturdenkmäler zu sichern: Denn ihre Wurzeln treten bereits an der Oberfläche aus. Darüber hinaus werden entlang der beiden Straßenseiten acht weitere Bäume gepflanzt.

Von einer "Nagelprobe" spricht auch Luger: "Alle reden vom Klimawandel und dass man etwas tun muss, aber wenn es so weit ist, heißt es, bitte nicht bei mir." Er sei gesprächsbereit: "Ich bin aber absolut dafür, dass das Begrünungskonzept kommt." Baier will über die Ängste der Gewerbetreibenden nicht einfach drüberfahren: "Man muss das ernst nehmen." Bäume zu pflanzen und Parkplätze zu erhalten, müsse "kein Entweder-oder sein". Etwas Spielraum zur Adaptierung scheint es jedenfalls zu gegeben: Die Zahl der Stellplätze könnte durch eine Umplanung von Längs- auf Schrägparkplätze erhöht werden, so der Tenor der drei Stadtpolitiker. (jp)

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