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Linz

Autofreier Hauptplatz: Ärger über Blockade-Aktion

Von nachrichten.at/rgr   22. Juli 2020 11:24 Uhr

Der autofreie Hauptplatz bleibt weiter in Diskussion.

LINZ. Der Versuch, den Hauptplatz in Linz autofrei zu machen, ist gescheitert. Oder doch nicht? Für eine Woche wird der Probebetrieb ab 27. Juli nun fortgesetzt - in Form einer Aktion von Klima-Aktivisten. Von "reiner Provokation" spricht der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein (FP).

Er war schon Geschichte, bevor der Probebetrieb so richtig in die Gänge gekommen wäre: Der autofreie Hauptplatz in Linz. 

Nach dem Stau-Desaster am ersten Tag hat die Stadtpolitik das Projekt, wie berichtet, auf die lange Bank geschoben. Vor 2024 wird es nicht mehr angefasst. Zu diesem Zeitpunkt sollen alle noch in Bau befindlichen Brücken fertiggestellt sein. So die unmissverständliche Ankündigung des zuständigen Vizebürgermeisters, der jetzt bekräftigte, dass der Echtzeittest zum autofreien Hauptplatz völlig zu Recht vorzeitig abgebrochen worden wäre. Der Grund: Die Verkehrssituation sei zu angespannt, es würde zu leicht gehen, dass durch Ereignisse wie Unfälle oder Demonstrationen der Verkehr in Linz lahmgelegt werden könnte. 

Die Meldung, wonach der Probetrieb des autofreien Hauptplatzes jetzt für eine Woche fortgesetzt wird, klang wie die nächste Kehrtwendung. Die Wahrheit ist aber: Mit diesen Worten macht die Bewegung „Autofreitag fürs Klima“ Werbung für ihre nächste Woche geplante Aktion. 

Da wird von Montag bis Donnerstag jeweils ab 16 Uhr in der Theatergasse eine Informationskundgebung stattfinden. Am Freitag, 31. Juli, findet schließlich ab 15 Uhr eine „musikalisch umrahmte Eröffnungsfeier“ auf der Fahrbahn am Hauptplatz statt. Die Versammlungen sind angemeldet, so Aktivist Andreas Schütz.

Die Idee der Aktion ist, dass am Ende alle die Chance haben, gemeinsam ein Zeichen für den autofreien Samstag zu setzen. Denn der sei ein wichtiger Schritt zu einer gerechten und klimafreundlichen Stadt, sagt Schütz.

"Mutwillige Blockade-Aktion"

Für Hein hat der "blindwütige Aktionismus" nichts mehr mit dem ursprünglichen Test und einem Wunsch nach Verkehrsberuhigung zu tun. Eine "kleine Gruppe" würde sich hier "gegen das klare Interesse der Allgemeinheit" stellen, so Hein, der von einer mutwilligen Blockade-Aktion sprach, mit der bewusst ein stadtweites Verkehrschaos in Kauf genommen werden. Nachsatz: "Eine Spaltung unserer Gesellschaft in Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger und Benutzer des öffentlichen Verkehrs ist der falsche Weg." Eine Änderung des Mobilitätsverhaltens könne nur gemeinsam und vor allem freiwillig erfolgen.

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