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Linz

Architekten machen gegen Baupläne beim Schillerpark mobil

31. Mai 2019 00:04 Uhr

Architekten machen gegen Baupläne beim Schillerpark mobil
Markus Rabengruber, Christine Konrad, Ulrich Aspetsberger (v. l.)

LINZ. Initiative "Fairplanning" hält Tiefgarage mit mehr als 1000 Stellplätzen und "riesiges Hochhaus" für unverantwortlich.

Noch liegen keine konkreten Pläne vor, wie Unternehmer Ernst Kirchmayr (Betreiber der PlusCity und der LentiaCity) den Schillerpark-Komplex modernisieren und umbauen will.

Nach außen gedrungen ist bisher nur, dass eine große Tiefgarage und ein Hochhaus errichtet werden könnten. In Letzterem sollen Wohnungen, Büros und im unteren Bereich Geschäftsflächen entstehen, durch die die südliche Landstraße einen neuen Attraktivitätsschub bekommen soll.

"Grundsätzlich sind wir nicht gegen dieses Vorhaben", sagt Ulrich Aspetsberger. Er ist Architekt, genauso wie seine Kollegen Markus Rabengruber und Christine Konrad. Alle drei sind bei der unabhängigen Initiative "Fairplanning" engagiert und traten gemeinsam vor die Presse, um darzulegen, warum sie den Schillerpark-Plänen von Ernst Kirchmayr eine "gelbe Karte" zeigen.

Das Projekt sei "viel zu groß" dimensioniert, so die Kritik. Eine Tiefgarage, die 1030 Stehplätze umfasse (wie in einem ersten Antrag an das Land formuliert) müsste "mindestens dreistöckig auch unter den Park gebaut werden", was den Baumbestand gefährde. Das sei falsch und unverantwortlich in Zeiten, wo Sommerhitze und schadstoffbelastete Luft schon jetzt ein großes Problem der Innenstadt sind, sagt Konrad. "Bei einem fünffachen Wechsel bedeutet diese Garage mehr als 10.000 Kfz-Bewegungen in den dort engen Gassen nahe dem Krankenhaus", ergänzt Rabengruber. Weitere Autos in die Innenstadt zu ziehen, sei unsinnig, die Tiefgarage daher abzulehnen.

Abgelehnt wird auch ein "riesiges Hochhaus". Denn aus den Quadratmeterzahlen, die hier verbaut werden sollen, haben die drei Architekten errechnet, dass der Bau an die 100 Meter hoch werden müsse. "Das ist ein absolutes No-Go", sagt Ulrich Aspetsberger. Wenn schon in die Höhe bauen, dann höchstens 30 Meter. Das ist in etwa so hoch wie das bestehende "Eder-Hochhaus" an der Ecke Landstraße/Langgasse. (eda)

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