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Warum fahren Sie Vespa, Herr Professor?

LINZ. Der italienische Vespa-Roller kam erstmals vor 65 Jahren auf den Markt und ist nun wieder Kult. Die OÖNachrichten sprachen mit Johannes Wegerbauer, Professor an der Linzer Kunst-Uni, warum er dem Vespa-Kult huldigt.

Warum fahren Sie Vespa, Herr Professor?

Die erste Vespa der Firma Piaggio kam 1946 heraus. Bild:

OÖN: Sie fahren leidenschaftlich gern mit dem Rad und mit Ihrem Mercedes. Warum haben Sie sich im reifen Alter von 53 Jahren eine Vespa gekauft?

Wegerbauer: Mir gefällt die Schönheit des Dings und dessen schnelle Verfügbarkeit. Die Vespa ist relativ teuer in der Anschaffung, aber günstig in der Erhaltung. Meine Entscheidung habe ich aber vor allem wegen des Designs der Vespa getroffen.

OÖN: Welche Vespa fahren Sie und wie viel hat dieses Ding gekostet?

Wegerbauer: Das ist eine Vespa GTV250ie mit automatischem Getriebe. Sie hat 250 Kubikzentimeter Hubraum, 22 PS und hat vor drei Jahren fabriksneu 5200 Euro gekostet. Meine Vespa ist ein Retro-Modell, das der ersten Vespa nachgebaut ist.

OÖN: Bei welcher Gelegenheit fahren Sie mit der Vespa?

Wegerbauer: Wenn das Wetter schön ist und wenn es schnell gehen muss. Ich bin mit der Vespa in der Stadt unterwegs und flaniere mit ihr in der Freizeit in der Umgebung von Linz. Meine bevorzugten Freizeit-Strecken sind am Pöstlingberg und hinunter über die Großambergstraße nach Puchenau. Meine andere Lieblingsstrecke ist in Leonding die Rue de l’amour im Kürnbergwald und weiter nach Bergham und Rufling. Da flaniere ich mit 30 bis 40 km/h, denke über meine Arbeit nach, entspanne mich und komme zur Ruhe.

OÖN: Warum sind Sie eigentlich vom Fahrrad auf den Motorroller umgestiegen?

Wegerbauer: Vor allem, weil mir die Vespa so gut gefällt. Es spielt auch ein Stück Faulheit mit. Zwischendurch fahre ich aber nach wie vor mit dem Rad.

OÖN: Fahren Sie auch bei Regen mit der Vespa?

Wegerbauer: Nein, das ist nichts für mich. Regen tut weh im Gesicht und ist gefährlich. Mit den kleinen Rädern der Vespa muss man sehr aufpassen, auch im Herbst, wenn Laub auf der Fahrbahn liegt und es rutschig ist.

OÖN: Fahren Sie schnell mit der Vespa?

Wegerbauer: Laut Werk geht sie 118 km/h. Ich fahre aber nicht schneller als 90 km/h. Es gefällt mir, an der Ampel auch den Porsches davonzufahren. Aber sonst cruise ich durch die Gegend.

OÖN: Was gefällt Ihnen so sehr am Design der Vespa?

Wegerbauer: Mir gefällt, wie hier die Form der Funktion folgt. Und ich liebe das Lebensgefühl, das mir die Vespa vermittelt, ich sage es pathetisch: das Gefühl der Freiheit, der italienischen Leichtigkeit. Ich mag das Italienische.

OÖN: Warum fahren Sie dann ein deutsches Auto, noch dazu einen Mercedes?

Wegerbauer: Weil das Mobilität mit hoher Qualität ist und ich oft weite Strecken fahren muss. Trotz der 204 PS meines Autos bin ich aber kein Raser. Mercedes-Fahrer sind ja meist keine Raser, sondern Gleiter.

 

 

Universitätsprofessor für Fotografie

Johannes Wegerbauer wurde 1955 in Linz geboren. Er studierte an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung (heute meist Kunst-Universität genannt) bei Professor Erich Buchegger Grafik, Design und Fotografie. „Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht“, sagt Wegerbauer, der sich 2003 mit der Arbeit „Digitale und analoge Fotografie. Schwerpunkte chemischer Lasurverfahren“ zum Universitätsprofessor habilitierte. Seit 2004 ist Wegerbauer Inhaber der Planstelle für Fotografie am Institut für Medien der Linzer Kunst-Universität.
An seinem Vespa-Roller schätzt Wegerbauer das Design und das italienische Lebensgefühl, das dieses Fahrzeug vermittelt. „Vespa-Fahre sind keine Raser, sondern Genießer“, sagt er.

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Artikel Erhard Gstöttner 20. Mai 2011 - 00:04 Uhr
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