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Linz

Stadtentwicklung: "Gemeinderat darf die Immobilienpreise nicht steuern"

Von (hip)   21. Dezember 2017 00:04 Uhr

LINZ. Neuer Stadtentwicklungsplan: Verbotszonen für Hochhäuser will Luger "auf keinen Fall".

Wie soll Linz in Zukunft aussehen? Diese Frage möchte man sich künftig im Magistrat offenbar verstärkt stellen. Gemeinsam kündigten Bürgermeister Klaus Luger (SP) und Infrastrukturstadtrat Markus Hein (FP) an, in den kommenden drei Jahren einen "dynamischen und zukunftsgewandten Stadtentwicklungsplan" erstellen zu lassen. Dabei sollen die Linzerinnen und Linzer möglichst viel mitzureden haben, versprachen Luger und Hein.

Ziel des Projekts sei es, "ein möglichst scharfes Bild davon zu zeichnen, wie sich Linz entwickeln soll", sagt Luger. Steigender Bedarf an Wohnungen und zunehmender Verkehr seien nur zwei der Eckpfeiler, die es dabei zu berücksichtigen gelte.

Das örtliche Entwicklungskonzept (ÖEK) werde dieser Plan nicht ersetzen. Vielmehr soll er als eine Art "Leitbild" dienen.

Das ÖEK lebe "von Daten aus der Vergangenheit", sagte Hein. Das neue Konzept solle hingegen der Tatsache Rechnung tragen, dass "Linz in den vergangenen Jahren sehr dynamisch gewachsen ist", so Hein.

Ein besonders heiß umkämpfter Punkt in der Stadtplanung sind derzeit mehrere Hochhäuser in verschiedenen Stadtteilen, die sich noch in der Planungsphase befinden. Kritiker dieser Bauten forderten stets, dass es klar definierte Verbotszonen für Hochhäuser in Linz geben müsse. Dieser Idee steht Luger ablehnend gegenüber: "Wer so etwas fordert, hat seinen Gedankengang nicht zu Ende geführt. Wenn der Linzer Gemeinderat zum Beispiel den Bereich um den Mühlkreisbahnhof zur Hochhauszone erklärt, verfünffachen sich dort die Immobilienpreise. Es darf keinesfalls Aufgabe des Gemeinderats sein, die Immobilienpreise zu steuern." Stadtrat Hein pflichtet bei: "Damit würden wir der Bodenspekulation Tür und Tor öffnen." Dass es massiven Widerstand gegen die Hochhaus-Projekte gibt, hält Hein für übertrieben. Vielmehr gebe es "eine kleine Gruppe, die hier massiv auftritt. Egal bei welchen Projekten, bei den Gegnern sind es immer dieselben handelnden Personen."

Vizebürgermeister Bernhard Baier (VP) kritisiert, dass das angekündigte Konzept "keine Abhilfe für aktuelle Probleme der Linzer Stadtentwicklung schafft". Wesentliche Punkte wie die Reform des Gestaltungsbeirats würden offen bleiben.

Grünen-Klubobfrau Ursula Roschger bescheinigt Luger und Hein hingegen "gute Ansätze", fordert aber verstärkten Schutz der städtischen Grün- und Parkanlagen. 

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