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Stadt-Land-Gezerre um zweite Linzer Schienenachse geht in nächste Runde

LINZ. Das wichtigste Vorhaben zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Linz hat erneut Verspätung.

Der damalige Landeshauptmann Josef Pühringer (VP) und der Linzer Bürgermeister Klaus Luger vereinbarten zwar im Jahr 2014, dass das Land 45 und die Stadt Linz 55 Prozent der unterirdischen Schienenachse im Osten von Linz zahlt. Doch das Vorhaben kommt nur schwer voran.

Obwohl nun die neue Eisenbahnbrücke in Bau ist, über die die zweiten Schienenachse verlaufen soll, stockt die weitere Planung. Der Linzer Bürgermeister erhob gestern mehrere Vorwürfe gegen das Land, weitere Verzögerungen zu verursachen.

Das Land müsse festlegen, wie die Einbindung der Mühlkreisbahn in den Linzer Hauptbahnhof erfolgen soll, verlangt Luger. Um die Querschnitte der Straßenbahn-Tunnel festlegen zu können, müsse das Land bekannt geben, welche Mühlkreisbahn-Garnituren auf der zweiten Schienenachse fahren sollen. Ungeklärt sei auch, ob diese Wagen niveaugleiche, somit barrierefreie Ein- und Ausstiege in den Haltestellen bieten. Auch die Länge der Bahnsteige könne ohne Information des Landes nicht festgelegt werden, sagte Luger weiters.

Vier-Schienen-Lösung

Der Linzer Stadtchef äußerte zudem einen besonderen Verdacht gegen das Land: "Ich habe den Eindruck, dass das Land finanzielle Probleme hat, die zweite Schienenachse zu finanzieren."

Die OÖNachrichten konfrontierten Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP) mit den Vorwürfen von Stadtchef Luger. Laut Steinkellner gibt es eine Lösung für die Schienenführung. Die Straßenbahn werde wie gehabt auf der 900-Millimeter-Spur fahren, die Leichtzug-Variante der Mühlkreisbahn verkehre auf der 1435-Millimeter-Spur. Die Gleise werde man in einer Vier-Schienen-Lösung errichten, so dass die schmale Straßenbahnspur in die 1435-Millimeter-Spur gelegt werde.

Auch der Tunnelquerschnitt könne laut Angaben von Landesrat Steinkellner festgelegt werden. Denn es stehe fest, dass die Straßenbahnwaggons 2,3 Meter breit sind. Die Mühlkreisbahn-Leichtzugwaggons werden laut Steinkellner 2,65 Meter breit: "Für die technische Umsetzung der Tunneltrassierung wurde die Breite in das Tunnelkonzept eingearbeitet."

Fest stehe auch, dass der barrierefreie Ein- und Ausstieg möglich sei, so Steinkellner, der weiters erläuterte: "Die Länge einiger weniger Haltestellen ist aktuell noch Gegenstand der Arbeitsgruppen." Doch auch dieser Punkt werde gelöst werden können: "Der Machbarkeit der Durchbindung steht das nicht im Wege." Für die Planung zuständig ist übrigens eine eigene Planungsgruppe der Linz-Linien.

Die OÖNachrichten wollten Bürgermeister Luger zu diesen Informationen befragen. Doch Luger war gestern am späten Nachmittag nicht mehr erreichbar.

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Artikel 21. Dezember 2018 - 00:04 Uhr
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