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Schotterbank am Steinmetzplatzl bringt den "Donaustrand" zurück

LINZ. Großer Profiteur dieser umfangreichen Renaturierung soll aber die Fischfauna sein.

Neue Schotterbank am Steinmetzplatzl bringt Linz den "Donaustrand" zurück

Die Arbeiten laufen auf Hochtouren – im Vordergrund eine Buhne. Diese dient als Stützkörper für die Schotterbank   Bild: OÖN

"Die neue Schotterbank am Steinmetzplatzl ist gut für die Ökologie, die Freizeitgestaltung der Menschen und das Landschaftsbild", waren sich gestern Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne), viadonau-Projektleiter Bernhard Karl und der für die Bauaufsicht zuständige Gewässerökologe Gerald Zauner einig. Nachdem das Hochwasser 2013 die von vielen liebevoll als Donaustrand bezeichnete Schotterbank in Alt-Urfahr weggespült hatte, wird die Neugestaltung dieses Naherholungsgebietes derzeit beständiger ausgestaltet.

Innerhalb von acht Tagen wurden dafür 5000 Tonnen Wasserbausteine in Form von zwölf Buhnen in die Donau eingebaut. Diese im rechten Winkel zum Uferverlauf angeordneten Stützkörper sollen den bis Mitte März aus der Flussmitte entnommenen und entlang des Ufers aufgeschütteten Kies besser gegen Hochwasser schützen. Insgesamt werden 30.000 Kubikmeter auf einer Länge von 660 Metern und einer Breite von 35 bis 40 Metern ins Wasser abflachend bis über die Buhnenoberkante verteilt und zu einer flachen Schotterbank ausgeformt.

Abschluss im Frühjahr

Den Abschluss der Arbeiten bildet im Frühjahr die Nachpflanzung des Baumbestandes mit Weidenstecklingen. "Diese Renaturierung erzielt gleich in mehrfacher Hinsicht einen positiven Nutzen", ist Bernhard Karl, Projektverantwortlicher der viadonau (die Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft trägt das Projekt und finanziert es auch) überzeugt. Denn, so Ökologe Gerald Zauner, die Schotterbank werde erneut viele Menschen zum Verweilen einladen, aber eben auch eine positive Wirkung auf die Fischfauna haben. Vor allem für die Leitfische der Donau, Nasen und Barben, bietet dieser Flachwasserbereich perfekte Laichplätze und Jungfischhabitate.

Die Neugestaltung bringt auch einen stufenlosen Übergang vom Sand- zum Kieskörper. Damit bietet sich die Schotterbank auch wieder als Art Donaustrand an – auch wenn es die Verantwortlichen aufgrund von Haftungsfragen nicht so nennen wollen.

Die Schotterfläche wird je nach Wasserstand auf einer Breite von zehn bis 25 Metern aus dem Wasser ragen – bei Hochwasser wird sie aber dennoch überspült werden.

Apropos Hochwasser: Die Verantwortlichen haben darauf geachtet, dass mit dieser Neuerrichtung keine Nutzungsinteressen beeinträchtigt werden, Stichwort Hochwasserschutz und Schifffahrt.

Für die Landeshauptstadt wird es bereits die zweite Schotterbank sein. Die erste wurde im Vorjahr entlang des Donauufers auf Höhe Winterhafen aufgeschüttet. Auf einer Länge von 300 Metern und einer Breite von 10 bis 15 Metern wurden dafür rund 14.000 Kubikmeter Material eingebaut.

Nächstes Projekt Steyregg

Die viadonau hat in den vergangenen Jahren schon mehrere Renaturierungsprojekte entlang der Donau umgesetzt – Studien belegten dabei die positive Wirkung. Das nächste Projekt wird übrigens ebenfalls in Oberösterreich verwirklicht – bei Steyregg. Dort sollen noch heuer sogenannte Kiesinseln aufgeschüttet werden. 

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Artikel (eku) 29. Januar 2016 - 00:04 Uhr
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