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Linz

Scherb erweitert sein Linzer Immobilienreich

16. April 2018 00:04 Uhr

Scherb erweitert sein Linzer Immobilienreich
Das ehemalige Nestlé-Areal im Linzer Franckviertel

LINZ. Spitz-Eigentümer kauft gemeinsam mit Partnern das Areal der Nestlé-Fabrik – zahlreiche Projekte in Linz.

Ein Kapitel Linzer Industriegeschichte ist nun endgültig vorbei: Eingesessene Linzer erinnern sich noch an den Kaffeegeruch, der sich bis 1988 vom Nestlé-Werk aus über das Franckviertel gelegt hat. Jetzt wird das Stadtviertel ein neues Gesicht bekommen.

Wie berichtet, haben Walter Scherb, der Rechtsanwalt Rudolf Fries und ihre Partner den letzten Teil des Nestlé-Geländes erworben. 1879 hatte die Familie Franck dort eine Produktion mit Kaffee-Ersatzprodukten errichtet. Vor gut einem Jahr hatte der Lebensmittelkonzern bekannt gegeben, seine Produktion – zuletzt waren es Trockenprodukte für Saucen und Suppen – zu schließen. 127 Beschäftigte verloren ihren Arbeitsplatz.

Die Investoren der F & S Immobilien, denen bereits ein Teil des Areals gehört, haben weitere 17.000 Quadratmeter hinzugekauft. Die Lager- und Büroflächen seien von Nestlé sehr gut "zurückgestellt" worden, was eine unmittelbare Weitervermietung ermögliche. Dies erläuterte Horst Populorum, Geschäftsführer der Spitz-Mutterfirma Vitalis Holding, am Rande eines Pressegespräches vergangenen Freitag.

"Jetzt arbeiten wir an einem Entwicklungskonzept für den Standort", so Populorum. Dieses solle in knapp einem Jahr fertig sein. Der Manager kann sich durchaus eine Mischnutzung des Geländes – mit Büros, Lagern und Wohnungen – vorstellen. "Das wird davon abhängen, wie sich die Infrastruktur in der Gegend weiterentwickelt."

"Mischnutzung denkbar"

Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SP) zeigt sich ebenfalls offen für Konzepte. Eine Mischnutzung sei denkbar. Er will aber schwerpunktmäßig an einer Betriebs- und Gewerbewidmung festhalten. "Wir sind in Linz insgesamt gut beraten, Flächen zu erhalten, die Arbeitsplätze bieten." Der Bürgermeister verweist darauf, dass im Süden von Linz bereits wieder zurück auf Betriebsgebiet gewidmet würde.

Für Scherb und seine Partner ist das Areal nur ein Teil eines mittlerweile umfangreichen Immobilien-Portfolios in Linz. Dazu gehört das Spitz-Hotel mit der benachbarten Spitz-Holdingzentrale in Urfahr. In Auhof, unweit der Linzer Universität, gehört ein Gebäudekomplex dazu, ebenso wie ein Geviert an der Ecke Schiller-/Schubertstraße, das kürzlich generalsaniert wurde.

Das jüngste Wohnprojekt soll in der Linzer Marienstraße entstehen. Der Gestaltungsbeirat hat das Projekt genehmigt, die Bauverhandlungen laufen. (sd)

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