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Linz

Revolution auf dem Musikmarkt: Mit fretello in einem Jahr zum Gitarristen

Von Valentina Dirmaier   03. März 2017 00:04 Uhr

Revolution auf dem Musikmarkt: Mit fretello in einem Jahr zum Gitarristen
Florian Lettner und Wolfgang Damm wollen mit fretello jedermann Gitarrespielen beibringen.

LINZ/HAGENBERG. Absolventen der Fachhochschule Hagenberg entwickelten eine App, die individuelle Trainingspläne zum Üben erstellt

Zwei Studenten, die mit ihrer Erfindung den Markt aufmischen. Inzwischen keine Seltenheit mehr. Doch was Florian Lettner und Wolfgang Damm im September 2016 nach wenigen Monaten Vorlaufzeit auf den App-Markt brachten, ist sehr außergewöhnlich.

Die Absolventen der Fachhochschule Hagenberg entwickelten fretello, eine Applikation fürs Mobiltelefon, mit der jeder Nutzer mit Smartphone (Android oder iOS) durch durchdachte Übungspläne vom blutigen Anfänger zum Gitarrenprofi werden kann. Aber zurück zum Start: Begonnen hat alles mit großem Frust und dem Drang, seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln, wie der ausgebildete Schlagzeuger und Hobby-Gitarrist sagt. "Ich habe mir als Teenager Gitarrespielen autodidaktisch beigebracht. Irgendwann war ich an einem Punkt, da war ich mit meinen Kenntnissen am Ende. Das hat mich sehr geärgert, und ich hab’ aufgehört, zu spielen."

App mit Musikprofi entwickelt

Dann kam das Studium. Der gebürtige Steirer wanderte nach Hagenberg aus, lernte seinen älteren Studienkollegen Wolfgang Damm, ein gebürtiger Linzer, kennen. Und irgendwann kramte er die Gitarre hervor, die Lust am Spielen wuchs, und der Student nahm Unterricht bei einem Profi. Es war Helmut Kirisits, den er inzwischen für die App-Entwicklung engagiert hat. "Ich hab’ gemerkt, dass mit System schnell etwas weitergehen kann, und mir kam die Idee, den organisatorischen Aufwand durch eine App mit Übungsplan zu vereinfachen und anderen zugänglich zu machen", erzählt der Techniker, der nach Studienabschluss gemeinsam mit seinem Kumpel für US-Amerikanische Unternehmen Software für 360-Grad-Kameras erstellte. Und Geld sammelte, um im Herbst 2016 seine eigene Idee umsetzen zu können.

Inzwischen sind die beiden von einem Drei-Mann-Gespann zu einem Team mit sieben Mitarbeitern gewachsen, ihr Baby, die App fretello, ist zum Kassenschlager avanciert, wurde von Apple und Google zum Lieblings-App gekürt, wurde mehr als 70.000 Mal heruntergeladen. Und auch die Kassen klingeln: Mehr als 40.000 Nutzer sind registriert und immer mehr nutzen auch den Trainingsplan für zwölf Monate, der 99,9 Euro kostet.

"Unsere Erfindung ist bisher einzigartig und kommt sehr gut an, weil wir den Menschen Bausteine beibringen, mit der sie jede Musikrichtung spielen können, egal ob Blues, Metal oder Klassik."

Revolution auf dem Musikmarkt: Mit fretello in einem Jahr zum Gitarristen
fretello ist für iOS und Android.

Mehr über Start-ups kommende Woche im OÖN-Campus

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