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Ohne zweite Straßenbahnachse droht auf den Gleisen ein Stau

LINZ. Alle eineinhalb Minuten fährt zu den Stoßzeiten eine Straßenbahn – Die zweite Schienenachse ist dringend notwendig, doch noch ist ihre Finanzierung nicht gesichert.

Bild: Volker Weihbold

Pendler, Schüler, Pensionisten – sie alle nutzen die Straßenbahn gerne und oft. Das zeigt sich an den Zahlen: Mit täglich 180.000 Fahrgästen zählt die Linzer Straßenbahn zu den am meisten genutzten Linien in Österreich.

Da Linz an Einwohnern weiter wächst und die Zahl der Arbeitsplätze steigt, muss der öffentliche Verkehr weiter ausgebaut werden. "Oberste Priorität" dabei hat laut Bürgermeister Klaus Luger (SP) die zweite Schienenachse. Mit ihr soll das östliche Stadtgebiet erschlossen und Pendlern, die via Mühlkreisbahn nach Linz kommen, endlich eine Weiterfahrt ohne Umsteigen ermöglicht werden.

Grafik: Straßenbahn Linz

Hoffen auf den Bund

Doch noch ist die Finanzierung des 280-Millionen-Euro-Projektes nicht gesichert. Zwar gibt es eine mündliche Einigung zwischen Land und Stadt, dass sich die beiden die Kosten im Schlüssel von 45 zu 55 Prozent teilen wollen. Doch beide Gebietskörperschaften fahren einen strikten Sparkurs und hoffen insgeheim auf einen dritten Player, der hoffentlich tief in die Tasche greift. Der Bund in Gestalt von Infrastrukturminister Norbert Hofer (FP) solle einen Großteil der Finanzierung übernehmen – im Idealfall 50 Prozent.

Ob sich diese Hoffnung erfüllen wird, ist offen. Hilfreich bei den Verhandlungen könnte aber sein, dass Hofer ein Parteifreund von Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner und Verkehrsstadtrat Markus Hein ist. Ist die Finanzierung gesichert, dürften Generalplanung, Genehmigungsverfahren und Bau der zweiten Achse fünf Jahre dauern. Frühestens 2024 könnte sie befahren werden.

„Linz ist keine Autofahrer-Stadt“

„Immer wieder wird behauptet, dass der Autoverkehr in Linz bevorzugt behandelt wird. Das stimmt nicht. Linz ist keine Autofahrer-Stadt“, sagt Bürgermeister Klaus Luger (SP) und legte gestern Zahlen vor, die dies untermauern sollen.

Luger hat auflisten lassen, wie viel Geld in den vergangenen 19 Jahren (seit dem Jahr 2000) in Ausbau und Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs auf Linzer Boden investiert worden sind und kam auf 580 Millionen, also mehr als eine halbe Milliarde Euro. Die größten Brocken machen Projekte wie die Verlängerung der Straßenbahn nach Ebelsberg (im Jahr 2002 um 25 Mio. Euro), die Straßenbahn-Unterführung beim Hauptbahnhof (2004, 83 Mio.) die Verlängerung zur Solar-City (2005, 12 Mio.), die Revitalisierung der Pöstlingbergbahn (2009, 35 Mio.) oder die Straßenbahnverlängerung zum Harter Plateau inklusive Cityrunner (2011, 150 Mio.) aus. 260 Millionen Euro sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten in die Erneuerung des Linz-AG-Fuhrparks geflossen.

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Artikel Anneliese Edlinger 12. September 2018 - 00:04 Uhr
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