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Obmann Nell: "Zehn Jahre Hotspots und kein bisschen leise"

LINZ. Der Verein Hotspots Linz feiert 2018 nicht nur sein zehnjähriges Bestehen, sondern stellt auch gleich seinen neuen siebenköpfigen Vorstand vor, sowie Pläne und Aktivitäten des Vereins für die kommenden Jahre, wie den "Liquid Market".

Der neue Vorstand des Hotspots-Vereins präsentiert sich im Hotel Schwarzer Bär in der Herrenstraße

Der neue Vorstand des Hotspots-Vereins präsentiert sich im Hotel Schwarzer Bär Bild: lila

Vielfältiges Programm

Frisch gebackener Obmann der größten Hotel- und Gastronomiekooperation in Linz ist Michael Nell, Inhaber des Hotels Schwarzer Bär in der Herrenstraße. „Zehn Jahre Hotspots und kein bisschen leise“ sei sein Motto für die kommenden Jahre. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe“, sagt er. „Denn wir haben jede Menge Ideen im Gepäck.“

Ein Blick auf die vielfältigen Aktivitäten des mehr als 40 Mitglieder zählenden Vereins bestätigen Nells Worte. Zum Beispiel will man 2019 den bereits in Wien bekannten Liquid Market in die Stahlstadt holen. „Es ist ein ähnliches Event wie der Streetfood Market, nur mit Cocktails und einem Ticket für alle Drinks an den jeweiligen Bars“, sagt Obmann-Stellvertreter Michael Kreuzer. Mehr als 20 Linzer Lokale beteiligen sich an dem Festival der Cocktailkunst, das am 17. Mai 2019 im City Park Innenhof des Kaufmännischen Vereinshauses Linz stattfinden soll. Laut Kreuzer sei Linz nach Wien die wichtigste Barstadt Österreichs.

Der Verein möchte sich aber auch für die Umwelt einsetzen. Gemäß dem „Zero Waste“-Vorsatz soll Plastik nach und nach aus der Gastronomie verbannt werden, beginnend mit den Strohhalmen. Diese sollen in allen Betrieben durch BIO Stroh-Trinkhalme ersetzt werden, hergestellt von einem Betrieb in Oberösterreich und versehen mit dem Hotspots-Logo: Einer roten Chili. "Um den Umstieg zu erleichtern und Kosten für die Betriebe zu minimieren,", sagt Nell, "wird für jeden Betrieb ein Erstanschaffungspaket geschnürt". Dies sei jedoch nur der Anfang, weitere Projekte in diesem Bereich seien in Planung, jeweils mit einem jährlichen Schwerpunkt.

Fachkräftemangel reduzieren

Zur Raucherdebatte habe Nell zwar keine Meinung, wohl aber zum Fachkräftemangel in seinem Metier. „Wir wollen zukünftige Lehrlinge für Berufe in der Gastronomie und Hotellerie begeistern und deren Attraktivität aufzeigen“, sagt Nell. Gelingen soll dies mit dem „Culinary Art Festival Next Generation“, das Ende Jänner 2019 stattfinden wird. Die vier besten Lehrlinge aus dem Hotel- und Gastronomiebereich zeigen dort unter der Aufsicht von Haubenkoch Michael Steininger ihr Können.  "So soll die Attraktivität des Lehrberufs in der Gastronomie und Hotellerie gezeigt werden.", sagt der Obmann. "Außerdem hoffen wir, zukünftige Lehrlinge für diesen Beruf zu begeistern.

Um bestehende Mitarbeiter zu halten, bietet der Hotspots-Verein ein facettenreiches Seminarprogramm. Neben dem kulinarischen Schwerpunkt soll auch besonderes Augenmerk auf die Digitalisierung gelegt werden. "Das Ausbildungsangebot soll nicht nur dem Tourismus als Arbeitgeber helfen," sagt Nell, "sondern auch die Mitarbeiter dazu anregen, in einem Betrieb mit hohen Qualitätsstandards tätig zu sein."

Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen

Wer arbeitet, muss auch mal feiern. Oder zumindest entspannen. Das gemeinsam mit dem Tourismusverband entwickelte Projekt "Zu Gast in Deiner Stadt" geht heuer bereits in die dritte Runde und sei in der Vergangenheit sehr gut angenommen worden, wie Lisa Sigl, Kassier-Stellvertreterin, berichtet. Ziel des Projektes sei es, eine "Auszeit zu Hause" zu verbringen. Hierfür können Linzer und Linzerinnen ein Übernachtungspaket buchen mit inkludierten Angeboten von Kooperationspartnern wie Kultureinrichtungen und dem Linzer City Ring.

 

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Artikel 11. Oktober 2018 - 16:48 Uhr
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