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Mit neuer Remise will sich Florianerbahn neu erfinden

ST. FLORIAN. Nach preisgekrönten Sanierungen könnte die Bahn wieder rollen.

Mit neuer Remise will sich Florianerbahn neu erfinden

Wenn es nach dem Club Florianerbahn geht, soll der Remise in St. Florian neues Leben eingehaucht werden. Bild: Rudolf Heinzl

Es ist schon lange her, dass die Florianerbahn, bestehend aus einem Triebwagen und zwei Waggons, von Ebelsberg nach St. Florian fuhr. 1974 wurde der Verkehrsbetrieb eingestellt, ab 1988 diente sie als Nostalgiebahn. Im Jahr 2003 unternahm die schmalspurige Lokalbahn endgültig ihre letzte Fahrt. Das soll sich ändern – zumindest, wenn es nach dem Obmann des Clubs Florianerbahn, Kurt Jedliczka, geht. "Unser Ziel ist es, ein circa 1,5 Kilometer langes Stück der Strecke wieder in Betrieb zu nehmen", sagt der 51-Jährige.

Auf diesem Teilstück – vom Ortskern bis zur Haltestelle Taunleiten – könnten "alle Museen in St. Florian angefahren" werden. Für diese "Kultur- und Tourismusschiene", wie Jedliczka sie nennt, investiert der Club Florianerbahn viel. Nach der Generalsanierung des Triebwagens EM1 wurde nun die Remise St. Florian wieder in Schuss gebracht.

Ausgezeichnete Sanierungen

Für beide Bauvorhaben erhielt der Club Florianerbahn den Bahnkultur-Preis. Nachdem er 2016 für die Restaurierung des rotbraun-gelben Triebwagens aus dem Jahr 1913 Gold holte, wurde die Revitalisierung der denkmalgeschützten Remise dieses Jahr mit Silber ausgezeichnet. "Das ist die beste Ausbeute und freut uns sehr", sagt Jedliczka.

Die Auszeichnungen seien vor allem dem Eifer der 30 Vereinsmitglieder zu verdanken. Diese investierten rund 5000 freiwillige, unentgeltliche Arbeitsstunden, um die Remise in altem Glanz erstrahlen zu lassen.

Zurzeit sind in den Räumlichkeiten 16 Fahrzeuge untergebracht. 12 der ausgestellten Exponate sind restauriert und betriebstauglich – also bereit, wieder über die Gleise zu rollen. Bevor das jedoch Realität werden kann, sind zeit- und kostenintensive Arbeiten nötig.

Zustimmung des Gemeinderats

Zwar wurde seitens der Gemeinde die angestrebte Teilstrecke frei gehalten, allerdings muss "die komplette Gleisanlage erneuert werden", sagt Bürgermeister Robert Zeitlinger (VP). Und das sei ein kostspieliges Projekt – die Kalkulation beläuft sich auf rund 500.000 Euro.

Vorgespräche mit dem Land Oberösterreich haben bereits stattgefunden, auch der Gemeinderat hat sich grundsätzlich für die touristische Wiederinbetriebnahme ausgesprochen.

Jedliczka sieht die positive Stimmung als Ansporn, der Florianerbahn bald wieder neues Leben einhauchen zu können. (sc)

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Artikel 26. November 2018 - 00:04 Uhr
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