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Mit der Digitalisierung fallen die "Menschen-Quäler-Jobs" weg

20. November 2017, 00:04 Uhr
Mit der Digitalisierung fallen die "Menschen-Quäler-Jobs" weg
Franz Staberhofer, Christoph Wachter, Moderatorin Sigrid Brandstätter und Hak-Direktorin Renate Hofstadler, Friedrich Dallamassl und Josef Moser Bild: Hak Traun

TRAUN. Diskussion mit Praktikern und Schülern in der Handelsakademie Traun.

Wie verändert Digitalisierung unsere Arbeitswelt? Darum drehte sich eine Diskussion mit Vertretern aus der Wirtschaft und den Schülern der dritten, vierten und fünften Klasse in der Handelsakademie Traun, die aus Anlass des Tages der Wirtschaft am Freitag in der Schule stattfand.

Geschäftsführer Christoph Wachter von der nahen Papierfabrik Feuerstein sagte, dass die Digitalisierung zum einen die Automatisierung in der Produktion vorantreibe. Aber auch, dass die kaufmännisch ausgebildeten Controller verstärkt in die Produktionsprozesse eingebunden werden. "Weil wir mehr Daten zur Verfügung haben und damit präziser steuern und verbessern", sagt der Herr über 270 Mitarbeiter.

Es änderten sich die Aufgaben. Ein Fahrer im Lager ist heute im Hochregallager für die Kontrolle zuständig. "Der musste sich natürlich weiterbilden", so Wachter.

Das betonten alle Diskutanten: Die Digitalisierung bedeute, sich auf Veränderungen einlassen zu müssen und dran zu bleiben. Logistik-Experte und Fachhochschul-Professor Franz Staberhofer sagte, dass die "Menschenquäler-Jobs" wegfallen würden – also körperlich anstrengende und eintönige Tätigkeiten.

Die Schüler hinterfragten kritisch: "Wie können etwa kleine Firmen in dieser digitalisierten Welt bestehen? "Es geht nicht um groß oder klein, sondern um schnell und kreativ oder langsam", sagte Friedrich Dallamassl, Leiter der Abteilung Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer. "Ein geschickter Kleinunternehmer hat mit dem Internet die ganze Welt als Kundschaft." Er betonte auch, dass Digitalisierung Einfluss auf viele Branchen, wie Reisebüros, Banken, aber auch auf KFZ-Werkstätten habe.

Josef Moser, Direktor der Arbeiterkammer Oberösterreich, machte auf die Gefahr durch mangelnden Datenschutz aufmerksam – und dass eine Konsequenz der Digitalisierung sei, dass das Berufsbild des "Datenschutzexperten" neu entstehen werde. (sib)

 

Tag der Wirtschaft

Zwar ist in einer Schule mit starkem Wirtschaftsbezug wie einer Handelsakademie jeden Tag ein bisschen Tag der Wirtschaft. Einmal im Jahr soll es aber an allen Handelsakademien und Handelsschulen einen offiziellen Tag mit dem Namen geben. Heuer ging es um HAK/s 4.0, und die HAK in Traun stellte sich dem Thema. Die Lehrer Christian Koblmüller und Claudia Lengauer organisierten eine Diskussion zur Digitalisierung und den Auswirkungen auch auf die Schule.

Direktorin Renate Hofstadler sagte, dass die HAK in Traun mit ihrer IT-Ausstattung in sieben Computerräumen und einer Übungsfirma, in der die Schüler praktische Erfahrung mit dem Unternehmensalltag machen, gut aufgestellt sei. Die Abschlussarbeit, die inzwischen von den Schülern gefordert werde, wird zumeist in Kooperation mit Firmen und konkreten Fragestellungen von diesen erarbeitet.

 

Umfrage: Neue Arbeitswelt: Wie verändert die Digitalisierung die Arbeitswelt?

Darüber diskutierten Praktiker und Schüler am vergangenen Freitag beim Tag der Wirtschaft in der HAK Traun. Für viele Schüler zeigte sich dabei, welche Qualifikationen in Zukunft besonders wichtig sein werden: lebenslanges Lernen, flexibles Denken und Teamarbeit.

"Ich habe keine Angst, aber Respekt vor der Digitalisierung. Ich finde gut, dass Firmen versuchen, Mitarbeiter durch intensive Schulungen im Unternehmen zu halten.“
Nadine Moser, 17, Neuhofen/Krems

"Ich habe durch die Diskussion erfahren, wie stark die Digitalisierung die gesamte Wirtschaft betrifft, vom Gewerbe über den Handel bis hin zum Tourismus.“
Isabella Poscher, 17, Ansfelden

"Durch die Digitalisierung werden alte Berufe wegfallen, aber auch neue entstehen. Flexibles Denken wird in Zukunft wichtiger sein als technisches Know-how.“
Jacqueline Heiss, 19, Kematen/Krems

"Die Digitalisierung zwingt Mitarbeiter, sich weiterzubilden, um den Anschluss nicht zu verlieren. Ein Vorteil ist aber, dass nun auch Kleinstunternehmen weltweit handeln können.“
Alex Gurschler, 18, Traun

"In Zukunft wird es wichtiger werden, über den eigenen Kernbereich hinauszudenken. Was es noch zu lösen gilt, sind aber Datenschutzprobleme durch die Digitalisierung.“
Sandra Tran, 18, Traun

 

 

 

 

 

 

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