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Mit dem "Garten Ebel" bekommt Linz im Süden ein neues städtisches Zentrum

LINZ. Kooperatives Planungsverfahren hat sich bewährt – Erste Ergebnisse fanden Zustimmung.

   Bild: Planungsteam Masterplan Ebelsber

Es war ein Diskussionprozess mit "gewaltig vielen Lernkurven" (FP-Stadtrat Markus Hein), bei dem viele unterschiedliche Interessen unter einen Hut gebracht wurden. Am Ende steht das laut Hein bisher beste Stadtentwicklungsprojekt, das in Linz bisher in Gang gebracht wurde. Bei der Präsentation der Ergebnisse des kooperativen Planungsverfahrens für die Bebauung des Areals der Hiller-Kaserne sowie der angrenzenden "Sommergründe" gab es Mittwoch Abend durchwegs positive Rückmeldungen. Die Einbindung von Experten und der Anrainer hat sich bewährt, sagte Hein gestern den OÖNachrichten.

"Garten Ebel", wie das im Süden der Stadt Linz entstehende neue Zentrum im Arbeitstitel heißt, hat einmal seinen ersten Schritt getan, dem nun viele weitere folgen werden müssen. Man liege gut im Zeitplan, wobei sich niemand unter Druck setzen ließ. "Qualität muss der bestimmende Faktor bei dieser Stadtentwicklung sein", sagte Hein. Diese Qualität äußerst sich nun in einem Projekt, das eine "Stadt der kurzen Wege" wirklich möglich macht und die Bereiche Arbeit, Wohnen und Freizeit verbindet.

Diese war auch ein zentraler Punkt in der kooperativen Planung, in die Experten, Wohnbaugenossenschaften, Stadtplaner und Investoren eingebunden waren. Aus der Vergangenheit wollte man lernen, um nicht wieder Fehler wie in Auwiesen oder am Ennsfeld zu machen.

Der Entwurf, der nun einmal einen ersten wichtigen Schritt markiert, sei hervorragend geworden, was auch die Resonanz bei der Präsentation gezeigt habe, so Hein. Es sei aber allen bewusst, dass viele weitere Schritte notwendig sein werden, um mit dem "Garten Ebel" dem Linzer Süden ein Stadtzentrum zu geben.

Insgesamt wird mit dem nun vorliegenden Plan für das 330.000 Quadratmeter große Entwicklungsgebiet besonderer Wert auf hochwertiges, aber erschwingliches Wohnen gelegt. Zudem sind allein 55.000 Quadratmeter als Betriebsfläche vorgesehen, um neue Unternehmen anzusiedeln.

Durch die gute Nutzungsmischung mit Wohn- und Gewerbeflächen soll das Entstehen einer reinen "Schlafstadt" verhindert werden, die den innerstädtischen Pendlerverkehr aufgrund ihrer geringen Arbeitsplatzdichte weiter erhöht. Neben dem Wohnen waren also auch ein hochwertiges Freizeit- und Arbeitsangebot eine wesentliche Zielsetzung des Kooperativen Verfahrens.

Verkehrskonzept entsteht

Dass das Entstehen des neuen Stadtteiles auch ein entsprechendes Verkehrskonzept braucht, ist den Beteiligten bewusst. Für Hein gibt es auch bereits einen Übersichtsplan, was passieren muss (siehe Grafik oben). Die ursprüngliche als reine Rad- und Busbrücke angedachte Verbindung wird nun für alle Mobilitätsformen untersucht. Für den Durchzugsverkehr wolle man damit aber keine neue Ausweichroute schaffen. "Sicher nicht" auf der Brücke unterwegs sein werde der Schwerverkehr, bekräftigte Hein im OÖN-Gespräch. 



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Artikel (rgr) 02. Juni 2017 - 06:29 Uhr
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