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"MS Primadonna" bekommt rot-weiß-rote Flagge

LINZ. Linzer Manfred Traunmüller erfüllte sich einen Traum und kaufte das zweitgrößte Passagierschiff auf der Donau.

"MS Primadonna" bekommt rot-weiß-rote Flagge

Die "MS Primadonna" fährt nun unter rot-weiß-roter Flagge Bild:

Ein Traum ist für Manfred Traunmüller in Erfüllung gegangen. Seit wenigen Tagen nennt er sich stolz Besitzer des zweitgrößten Donau-Passagierschiffes und "einzigen, echten Flusskreuzfahrt-Katamarans der Welt". Die "MS Primadonna" hatte dem Chef des Radreise- und Schifffahrtsunternehmens Donau Touristik schon bei deren erster Taufe 1998 gefallen. Damals hieß sie noch "Delphin Queen" und: "Es war sofort mein Traumschiff."

Damals dachte der Linzer allerdings noch nicht einmal im Traum daran, dass dieses 113,5 Meter lange und 17,4 Meter breite Schiff eines Tages ihm gehören würde. "Ich habe das Schiff ab diesem Zeitpunkt aber nicht mehr aus den Augen verloren", sagt Traunmüller.

Als vor wenigen Monaten sowohl der Be- als auch der Vertreiber des Schiffes in Konkurs gingen, klopfte der Tourismusunternehmer beim Besitzer – einer auf Containerschifffahrt spezialisierten deutsche Reederei – an. Und siehe da, die Frage, "Wie geht es euch mit der Primadonna?" wurde mit "Wollen Sie sie leicht haben?" beantwortet. Innerhalb von wenigen Tagen musste Traunmüller sich entscheiden – und er schlug zu.

"Ich habe schon lange überlegt, ein zweites Schiff neben der MS Kaiserin Elisabeth zu kaufen. Aber für einen Neubau – der hätte 27 Millionen Euro gekostet (Anm.d.Red.) – hätte ich noch Jahre sparen müssen", sagt Traunmüller. Und die zum Kauf angebotenen Schiffe waren entweder zu klein oder zu alt.

Wie viel er sich seinen Traum kosten hat lassen, will er nicht sagen. "Es war ein siebenstelliger Betrag – im oberen Bereich." Einen siebenstelligen Betrag lässt er sich auch Modernisierungsarbeiten kosten, die von Jänner bis März in der Linzer Werft durchgeführt werden. Saisonende ist für die ab sofort unter rot-weiß-roter Flagge fahrende "MS Primadonna" deshalb noch nicht. Kaum hatte Traunmüller gekauft – "die Tinte auf dem Vertrag war gerade trocken" –, da buchte ein großer deutscher Reiseanbieter den Katamaran von 17. September bis 15. Oktober für Fahrten Passau-Budapest-Passau.

Erste Fahrten ab 25. November

Traunmüller selbst steigt ab 25. November ins Geschäft ein. Dann bietet er mehrere Fahrten zu diversen Weihnachtsmärkten sowie Weihnachts- und Silvestertouren an. Ab dann können sich Passagiere von der Einmaligkeit der "MS Primadonna" überzeugen. Insgesamt 105 Einzel-, Doppel- und Familienkabinen gibt es auf dem Katamaran. Drei Kabinen sind sogar behindertengerecht ausgestattet. Die Normalkabinen sind mit 16,5 Quadratmetern überdurchschnittlich groß. Dazu gibt es an Bord unter anderem ein 60 Meter langes Atrium (Hotelhalle), einen gut ausgestatteten Wellnessbereich mit In- und Outdoor-Pool, ein Bord-Theater sowie eine "Donau-Arena". Ab Ende März 2016 bietet der Linzer Privatreeder dann vier Produkte an: Radkreuzfahrten Passau-Bratislava-Passau sowie Fahrten Wien-Eisernes Tor-Wien, Linz-Belgrad-Linz und Passau-Budapest-Passau.

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Artikel Eike-Clemens Kullmann 21. August 2015 - 00:04 Uhr
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