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Linzer Ostumfahrung: Proteste aus Linz und Steyregg gegen den Trassen-Plan

LINZ/STEYREGG. Land leitete strategische Umweltprüfung (SUP) ein: Bürger dürfen in Plan Einsicht nehmen.

Linzer Ostumfahrung: Proteste aus Linz und Steyregg gegen den Trassen-Plan

Bild: Weihbold

Jahrzehntelang diskutiert und seit Jahren in Planung: In das Projekt Linzer Ostumfahrung ist Bewegung gekommen. Am Freitag leitete das Land die "Strategische Umweltprüfung" ein. Diese ist Voraussetzung, um die Trasse schlussendlich als Verordnung beschließen zu können.

Interessierte Bürger dürfen seit Freitag Einsicht in den Umweltbericht nehmen, der der SUP zugrunde liegt. Dieser ist online abrufbar bzw. liegt im Landesdienstleistungszentrum bei der Landes-Raumordnungsabteilung, beim Magistrat Linz und bei der Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung acht Wochen lang zur Einsicht auf. Die Bürger können dazu Stellungnahmen abgeben.

Die SUP sei gesetzlich vorgesehen, um die Öffentlichkeit bereits im Vorfeld der Umweltverträglichkeitsprüfung einzubinden, heißt es aus dem Büro des für die Raumordnung zuständigen Wirtschaftslandesrats Michael Strugl (VP). Dabei sollen Einwände zur Sprache kommen, ehe die raumordnungsrechtliche Flächensicherung der Trasse vorgenommen werde. Die Landesregierung plant, die Trasse dann im vierten Quartal dieses Jahres zu verordnen. Ein Termin für den Baubeginn ist noch in weiter Ferne. Weiterhin keine Freude haben die Linzer SP und Steyregger mit den Plänen des Landes und der Asfinag, die Ostumfahrung mitten durch Siedlungsgebiete verlaufen zu lassen.

"Auen werden zerstört"

Die Autobahn bzw. Schnellstraße im Osten des Linzer Großraums soll die A7 und die A1 miteinander verbinden und dabei in Ebelsberg und in Steyregg durch Wohngebiete führen. "Das Land prüft die in mehrerlei Hinsicht unsinnigste Trasse", sagt Stefan Giegler, Chef der SP-Fraktion im Linzer Gemeinderat. In Linz-Ebelsberg würde ein Erholungs- und Naturgebiet zerstört. Eine weiter östlich gelegene Trasse sei weitaus sinnvoller, sagt Giegler: "Der Schwerverkehr rollt ja vor allem nach Wien und weiter in den Osten." Die Linzer Stadtregierung hat das Land schon mehrmals ersucht, die Sinnhaftigkeit der Trasse zu prüfen. "Man kann keine Umfahrung in einem Gebiet, das ohnehin mit hoher Luftbelastung zu kämpfen hat, bauen", sagt Steyreggs Bürgermeister Johann Würzburger (SBU). Neben Lärm und Abgasen befürchten die Steyregger, dass durch die Ostumfahrung "massive Teile des Steyregger und Linzer Auengebiets zerstört" würden. (staro)

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Artikel 07. Mai 2018 - 00:05 Uhr
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