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Linz

Linzer Ampelpärchen bleiben vorerst abmontiert

Von Christopher Buzas   09. Dezember 2015 13:09 Uhr

Zu zweit
Ampelmännchen in Wien

LINZ. Bürgermeister Klaus Luger (SP) hat keine rechtliche Möglichkeit, um die Entscheidung von Stadtrat Markus Hein (FP) rückgängig zu machen. Er will nun den Gemeinderat mit der Causa befassen.

Zum ersten Mal, seit die hetero- und homosexuellen Ampelpärchen auf der Mozartkreuzung abmontiert worden sind, trafen Bürgermeister Luger und Stadtrat Hein heute Vormittag bei einer Pressekonferenz aufeinander. Die Fronten zwischen den  Politikern blieben dabei verhärtet. Der Stadtchef warf den Freiheitlichen vor, „rückwärtsgewandt zu denken und der Stadt durch die Aktion Schaden zugefügt zu haben“. Rechtlich sei Heins Vorgehen aber korrekt gewesen. Luger möchte sich dafür einsetzen, dass die Ampelpärchen zurückkehren.

Eine interne Prüfung hat jedoch ergeben, dass der Bürgermeister nicht verordnen kann, dass die Symbole wieder angebracht werden. Stattdessen müsse das der Gemeinderat im Jänner entscheiden.

Stadtrat Hein kündigte an, seine Entscheidung nicht zu revidieren.  Trotz der internationalen Schlagzeilen, die die Demontage der Figuren ausgelöst hatte, sprach er von einer „Minderheit“, die sich gegen die Demontage der Ampelpärchen aufrege. Er habe auch viel Zuspruch für seine Entscheidung erfahren.  Den Vorwurfe homophob zu sein, bestritt er. „Jeder soll sein Leben so führen wie er möchte. Sexualität hat aber nichts in der Öffentlichkeit zu suchen.“     

Das Binnen-I auf Radfahrwegweisern möchte Hein nicht entfernen. Zwar störe ihn das Binnen-I grundsätzlich, die Schilder auszutauschen käme aber zu teuer.

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