Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Freitag, 26. April 2019, 00:14 Uhr

Linz: 16°C Ort wählen »
 
Freitag, 26. April 2019, 00:14 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich  > Linz

Linz verpflichtet sich zum Kampf gegen akustische Belästigung

LINZ. Linz soll (international) Musterstadt bei der Lärmbekämpfung werden. Mit dem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss der „Hörstadt Linz – Linzer Charta“ hat sich die Stadt gestern zum Kampf gegen akustische Umweltverschmutzung verpflichtet.

Komponist Peter Androsch ist der Urheber der „Linzer Charta“. Bild: Herzenberger

Nach der klassischen Umweltverschmutzung zum Beispiel durch Luftschadstoffe ist in den vergangenen Jahren die immer stärker gestiegene Lärmbelastung zu einem großen Thema geworden.

Gegen Zwangsbeschallung

Nicht nur die Belastung durch Lärmverursacher wie Auto-, Eisenbahnverkehr und Industrie solle eingedämmt werden, auch die Beschallung an allen möglichen (und mitunter auch unmöglichen) Orten, sagt der Linzer Komponist Peter Androsch, Initiator der „Linzer Charta“ und Musikverantwortlicher der „Linz09“-Kulturhauptstadt.

Nicht bloß (nachträgliche) Einbauten wie zum Beispiel Lärmschutzfenster sollen den Schall mindern. Ähnlich wie beim Rauchen soll es auch nicht mehr selbstverständlich sein, dass etwa Kunden und Arbeitnehmer in Geschäfts- und Gastlokalen mit Musik berieselt (belästigt) werden.

Die Verantwortlichen der Stadt Linz möchten, dass die „Linzer Charta“ nicht nur ein guter Vorsatz bleibt. „Wir wollen das in der gesamten Unternehmensgruppe der Stadt Linz durchsetzen“, sagt Bürgermeister Franz Dobusch (SP). Auch Pächter städtischer Lokale sollen künftig verpflichtet werden, ihre Bediensteten und Gäste nicht mehr ungewollter Beschallung auszusetzen.

Bürgermeister Dobusch tritt dafür ein, dass das Thema Zwangsbeschallung nicht mit dem Ende des heurigen Kulturhauptstadtjahres beiseitegeschoben wird: „Das ist ja eines der umfassendsten und nachhaltigsten Projekte von Linz09.“

„Akustische Autonomie“

Der für Stadtplanung zuständige Stadtrat Klaus Luger (SP) beurteilt die „Linzer Charta“ auch als eine für Stadtplanung geltende Richtlinie, da durch entsprechende Planung Lärmbelastung verringert oder von vornherein verhindert werden kann. „Es geht auch um Bewusstseinsbildung, dass die Menschen ein Recht auf akustische Autonomie haben“, sagt Luger. (gsto)

Kommentare anzeigen »
Artikel 23. Januar 2009 - 00:04 Uhr
Mehr Linz

Aussichtsplattform "Somnium": Die Kepler-Uni hat ein neues Wahrzeichen

LINZ. Auf dem Dach des Turms der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät wurde eine zweistöckige ...

Eine Filmerin erinnert uns, warum der Alltag heilig ist

LINZ. Die Linzerin Edith Stauber widmet ihre Werke dem Unscheinbaren, das Filmfest "Crossing Europe" ...

Bürgerinitiative macht mit Gutachten gegen Umwidmung mobil

LINZ. Anrainer wollen kein Wohnprojekt am Minigolfplatzareal am Freinberg - Vizebürgermeister Hein will ...

Trotz Vorrunden-Aus waren Linzer Gewinner

LINZ/SOTSCHI. Die U11 der Liwest Black Wings hatte zwar beim Gazprom Neft Cup in Sotschi keine Chance, ...

Würstel, Blasmusik und Ringelspiele: Der Urfahraner Markt öffnet seine Tore

LINZ. Am Samstag geht es los - Blasmusik-Sonntag als Mitmachkonzert für das Publikum.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS