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„Linz soll Hip-Hop-Hauptstadt des Landes bleiben“

LINZ. Der frisch gegründete Verein „Yes We Jam“ aus Linz will das Ansehen des Genres Hip-Hop steigern.

„Linz soll Hip-Hop-Hauptstadt des Landes bleiben“

Ein neuer Verein will dem Hip-Hop eine Chance geben: Broken Sequence und Kobito traten im Jänner bei einer Veranstaltung in der Stadtwerkstatt auf. Bild: Tonträger Records

„Im Rap sind wir legendär wie Pink Floyd, und das macht Linz halt im Hip-Hop zum Detroit von Österreich“, rappen die Brüder Andi & Alex in ihrem Song „Big L“. Detroit ist seit den 2000er-Jahren die Stadt, um die der amerikanische Hip-Hop keinen Bogen machen kann. Das will auch Linz in Österreich sein. „Linz soll die Hip-Hop-Hauptstadt des Landes bleiben“, sagt Andreas Staudinger, Teil der Formation Andi & Alex. Das solle keinesfalls überheblich klingen, meint der 28-Jährige: „Aber in Linz passiert diesbezüglich wohl am meisten, weil die Zusammenarbeit wunderbar funktioniert“.

Der Aufschwung des Hip-Hops in Linz ist eng verbunden mit dem Namen Texta. Die fünfköpfige Formation aus Linz ist in der österreichischen Hip-Hop-Szene omnipräsent und unterhält das wichtigste Platten-Label, die „Tonträger-Records“. Sie unterstützen eine Vielzahl von Musikern und haben großen Anteil daran, dass es die Linzer Szene in Bezug auf Dichte, Qualität und Infrastruktur locker mit Wien aufnehmen kann.

Neuer Verein fördert Hip-Hop

Trotzdem fristet der Hip-Hop nach wie vor ein Dasein als kulturelles Nischenprodukt. Das zu ändern, sehen Daniel Friesenecker und Andreas Staudinger als dringende Aufgabe. Sie haben sich schon länger für die Szene engagiert, veranstalten seit 2009 im Schl8hof Wels jährlich eines von zwei reinen Hip-Hop-Festivals in Österreich, das Yes We Jam.

Mit Erfolg, denn das Team rund um die Veranstalter wuchs an Künstlern und Interessierten. Bald war die Gründung eines Vereins die logische Entwicklung. 15 Leute stehen hinter Yes We Jam. Die Mitglieder wollen nicht nur Hip-Hop-Veranstaltungen organisieren, sondern haben auch eine Plattform im Internet eingerichtet. Eine Vielzahl an Themen rund um den Hip-Hop will Yes We Jam damit abdecken: Termine, neue Veröffentlichungen, Videos, Rezensionen, Tratsch, Meinungen.

Und bald soll an der Plattform keiner mehr vorbeikommen, der irgendwie an der Subkultur interessiert ist. Damit die Gemeinschaft wächst, ist jeder Fan aufgerufen, auf der Seite zu posten, etwa Veranstaltungs-Tipps. Und ein weiteres Anliegen hat Yes We Jam noch: der Öffentlichkeit ein positives Bild des Genres zu vermitteln. „Hip-Hop ist mehr, als die gängigen Klischees nahelegen“, sagt Daniel Friesenecker, selbst in keiner Gesangsformation aktiv. „Da steckt so viel Hirnschmalz und Sozialkritik in den Texten.“

Veranstaltungs-Tipp: Videopräsentation im Linzer Moviemento am 26. Jänner um 23 Uhr. Mehr auf yeswejam.at.

 

Die Säulen des Hip-Hop

Hip-Hop: Ist eine kulturelle Bewegung, die in den 70er-Jahren in den afroamerikanischen Ghettos von New York City ihren Anfang nahm. Hip-Hop wurde damals vorwiegend auf der Straße gelebt, er besteht aus vier Elementen.

Rap oder MCing: Der Sprechgesang wurde aufgrund der Kommerzialisierung und der Erfolge in den Charts das bekannteste Element in der Öffentlichkeit.

DJing: Der DJ legt Platten auf und macht damit die Musik zu den Texten der Rapper.

Graffiti: Schriftzüge und Bilder, die an Wände gesprayt werden.

Breakdance: akrobatischer Straßentanz.

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Artikel Daniel Rudlstorfer 16. Januar 2013 - 00:04 Uhr
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